29.03.2007
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Schnell, schön und selten - Britische Sportwagen

London (dpa/gms) - Viel übrig geblieben ist von der britischen Automobilindustrie nicht: Rover und MG sind pleite, Jaguar und Land Rover gehören Ford, die Bentleys sind streng genommen VWs. Wo Rolls Royce oder Mini draufsteht, ist BMW drin. Doch der Eindruck täuscht.

Morgan
Der Sportwagenhersteller Morgan ist ein Familienbetrieb. (Bild: Morgan/dpa/gms)
© dpa

Auch wenn die großen Namen mittlerweile verschwunden oder verkauft sind, gibt es im Vereinigten Königreich eine Reihe kleiner Sportwagenhersteller, die dem Niedergang der Industrie trotzen.

"Und das aus gutem Grund", sagt Richard Bost vom Marktbeobachter Jato Dynamics in London. "Natürlich ist es auf den ersten Blick verwunderlich, dass solche Autos in Zeiten von Plattformstrategien und engen Kooperationen über Konzerngrenzen hinweg noch immer angeboten werden." Doch haben diese Fahrzeuge auf der Insel eine lange Tradition: "Wir Engländer haben einfach einen Faible für Exoten." Er verweist auf die vielen kleinen Hersteller, die sich dem Trend zur Massenproduktion widersetzen und so einen Teil ihrer Unabhängigkeit bewahren.

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So bezeichnet sich etwa die 1910 gegründete Sportwagenmarke Morgan als mittlerweile ältester Automobilhersteller im Familienbesitz. Dort ist man bereits mit dem Verkauf von etwa 550 Autos im Jahr zufrieden. Selbst für Neuentwicklungen bleibt dabei noch Zeit und Geld übrig.

Nur bei Kennern bekannt ist die vom Flugzeugbau inspirierte Marke Bristol, die seit mittlerweile 60 Jahren auch Autos fertigt und derzeit mit Fahrzeugen wie dem großen Coupé Blenheim oder dem Sportwagen Fighter antritt.

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Allerdings haben trotz der offensichtlichen Begeisterung bei den britischen Autofahrern nicht alle Kleinserienhersteller ihre Unabhängigkeit bewahren können, sondern mussten das Unternehmen nach eigenen Angaben für ausländisches Geld öffnen. TVR gehört deshalb jetzt einem russischen Geschäftsmann. Marcos konnte nur mit einer Finanzspritze aus Kanada überleben, und Lotus gehört nach Angaben von Pressesprecher Andreas Männer mittlerweile dem Automobilhersteller Proton aus Malaysia.

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