25 Jahre Mercedes S-Klasse W126
Als wirkliche Leichtgewichte konnten die 1,6 bis 1,7 Tonnen wiegenden Limousinen zwar nicht durchgehen. Immerhin hatte man es aber geschafft, die Verbrauchswerte im Vergleich zum Vorgänger um zehn Prozent zu senken. Und das, obwohl zwei Achtzylinder der vorherigen S-Klasse in überarbeiteter Form und mit mehr Hubraum weiter ihr Werk verrichten durften und die Vergaser- und Einspritz-Versionen des 2,8-Liter-Sechszylinders unverändert im Motorraum Platz fanden.
Doch unterm Blech gab es auch Richtung weisende Neuerungen. So weist Mercedes heute nicht ohne Stolz darauf hin, dass die Baureihe 126 als erstes Serienfahrzeug überhaupt den so genannten Offsetcrash überstand - einen versetzten Frontalaufprall mit Tempo 55. Ganz zu schweigen davon, dass der große Mercedes als Pionier in Sachen Airbag gilt: 1981 präsentierte Mercedes als erster Hersteller Gurtstraffer und Airbag und bot sie noch im selben Jahr in der S-Klasse an. Ein Antiblockiersystem (ABS) konnte man ebenfalls bekommen.
Neben der Sicherheit rückte der Schadstoffausstoß im Laufe der Bauzeit weiter in den Vordergrund. Bereits im Herbst 1981 wurde das beim «Mercedes-Benz Energiekonzept» mit Maßnahmen zur Verbrauchs- und Schadstoffreduzierung deutlich. 1985 erhielt die S-Klasse neben einer optischen Auffrischung auf Wunsch auch Dreiwege-Katalysatoren, auf die allerdings ausgerechnet Käufer der neu eingeführten Top-Version 560 SE mit 300 PS starkem Achtzylinder-Motor verzichten mussten.
Serienmäßig gab es die sauberen Abgase anfangs nicht. Von den Bändern rollten die Fahrzeuge vielmehr als so genannte RÜF-Version. Die Abkürzung bedeutet nichts anderes als Rückrüstfahrzeug. Ein Auto also, das jederzeit und natürlich gegen entsprechende Bezahlung mit Katalysator und Lambda-Sonde nachgerüstet werden konnte. Von September 1986 an lieferte Mercedes dann alle Fahrzeuge der verschiedenen Baureihen serienmäßig mit Katalysatoren aus.
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