
Daimler-Premiere mit Kardanantrieb
Service
Schwere Geburt
In den Jahren zuvor hatte es die Neuerung sehr schwer. Durch die im Vergleich zur Kette deutlich steifere Verbindung zwischen Achse und Motor sorgt für starke Vibrationen, die den Komfort für die Fahrgäste schmälern. Letztlich aber überwiegen die Vorteile. Denn nach dem Debüt im Cardan-Wagen mit 5,3 Liter Hubraum erscheint schon 2009 ein Nachfolgemodell mit 5,6 Liter Hubraum und 40 PS. Während der Kardanantrieb bei der DMG zunächst den leichteren Modellen am unteren Ende des Spektrums vorbehalten ist, kommt gemeinsam mit dem Mercedes 22/40 PS im Jahr 1910 auch ein größerer und leistungsstärkerer Kardanwagen ins Sortiment, der Typ 28/50 PS. Sein Reihenvierzylindermotor leistet aus 7,2 Liter Hubraum 50 PS (37 kW) bei 1200/min. Zum Jahr 1913 steigt die Leistung auf 60 PS (44 kW) bei 1300/min. Entsprechend firmiert das Modell nun unter der Bezeichnung 28/60 PS.
1911 letztes Fahrzeug mit Kettenantrieb
Trotz des Einstiegs des Cardan-Typen in die Mittelklasse vertrauen die Ingenieure bei den Modellen im oberen Marktsegment weiterhin auf den Kettenantrieb. Allerdings läuft auch dort die Zeit der Kette ab. Das im Juni 1911 eingeführte Topmodell Mercedes 37/90 PS ist das letzte Fahrzeug, das mit Kettenantrieb auf den Markt kommt, ehe der Kardanantrieb in allen Segmenten salonfähig wird. (AG)
























