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Wie Gold in der Garage: Oldtimer als Geldanlage

Castrop-Rauxel (dpa/tmn) - Es kriselt, die Banken sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren, und welcher Arbeitsplatz sicher ist, kann auch niemand sagen. Wer sollte in so einer Situation noch an Oldtimer denken?

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Klassiker auf einer Auktion: Dieser 1963 Ferrari 250 GT Berlinetta Lusso gehörte einmal Hollywood-Ikone Steve McQueen. (Bild: dpa/tmn)
© dpa

An Autos also, die zwar schön anzusehen, aber technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind oder gar als alltagsuntauglich gelten. Es gibt dennoch eine Menge Leute, die sich gerade jetzt mit Oldtimern beschäftigen. Denn ein altes Auto gilt nicht nur als schick, sondern auch als Wertanlage.

Der Wert von automobilen Klassikern ist immer wieder ein Thema: Zum Beispiel wenn alljährlich beim Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach bis zur Perfektion restaurierte Edel-Mobile vorgeführt werden. Immer wieder wird auch über Auktionen berichtet, bei denen ein historischer Ferrari für mehrere Millionen Euro den Besitzer wechselt. Doch diese Themen stammen aus einer Zeit, als noch niemand etwas von der Krise oder dem kollabierenden Automarkt ahnte.

Tatsächlich tut sich auf dem Oldtimermarkt einiges, das vor dem Hintergrund der Krise geschieht - nur eine Oldtimer-Krise existiert nicht. "Es gibt eine Flucht in die Sachwerte", sagt Dieter Ritter, Oldtimer-Fachmann des Automobilclubs von Deutschland (AvD) in Frankfurt/Main. Menschen, die das Vertrauen in Wertpapiere verloren haben, versuchten, ihr Geld in Dinge zu investieren, bei denen man von einem Werterhalt oder gar einer Wertsteigerung ausgehen kann - wie alte Autos. Auch die Organisatoren der weltgrößten Oldtimer-Messe Techno-Classica in Essen (2. bis 5. April) sind trotz Autokrise zuversichtlich: Rund 2500 Klassiker werden in diesem Jahr ausgestellt und teils zum Verkauf angeboten - so viele wie noch nie zuvor.

Allerdings gibt es bei Oldtimern derzeit mehrere unterschiedliche Bewegungen. So werden gute Autos weiterhin zu stattlichen Preisen angeboten und auch gekauft. "Bei den wirklich guten Fahrzeugen sind die Preise sogar gestiegen", sagt Frank Wilke vom Marktbeobachter Classic Data in Castrop-Rauxel. Anders sieht es bei den bislang so beliebten Youngtimern in durchschnittlichem Zustand aus. "Hier ist als Verkäufer im Augenblick nur über den Preis etwas zu machen."

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Gut besuchter Oldtimer-Basar - die Techno-Classica in Essen gilt als der weltgrößte Klassiker-Handelsplatz. (Bild: Haupt/dpa/tmn)
© dpa
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