Ein Charakterdarsteller feiert Bühnenjubiläum
Los geht es, ich lege die Stufe D der in allen G-Modellen serienmäßigen Sieben-Gang-Automatik ein und rolle auf die Autobahn Richtung Graz, der Stadt, in welcher der G gebaut wird. Der große Diesel schiebt dem kastigen Aufbau anständig voran, wenngleich ein Leergewicht von 2,3 Tonnen dem Vortrieb Grenzen setzen.
Schnell kristallisiert sich Tempo 130 als angenehme Reisegeschwindigkeit heraus, bei der unser G auffallend ruhig bleibt. Bald geht es auf Landstraßen weiter zum ersten Ziel, einem Berggasthof. Je schmaler die Straßen werden, desto mehr fällt die gute Manövrierfähigkeit des G auf. Das Auto lässt sich ziemlich präzise durch Engpässe rangieren. Neben der hohen Sitzposition trägt dazu auch die Breite von nur 1,76 Meter bei.
Auch die Fahrzeuglänge ist mit 4,66 Meter kürzer als gedacht. Die Kurzversion mit drei Türen misst übrigens 4,22 Meter, das seltene Cabrio 4,26 Meter. Anders als bei manchen modernen SUVs wurde offenbar bei der Entwicklung des G die Geländetauglichkeit nicht automatisch mit Gigantismus gleichgesetzt.
Oben angekommen bemerken wir einen hellblauen 300 GD von 1988. Sein eckiges Äußeres weist auf die Ursprungsbaureihe 460 hin, die 1989 in die komfortorientierte 463-Reihe und die nutzwertbetonte 461-Reihe gespalten wurde. Vor dem mit Kampfspuren versehenen 300 GD steht Gunther W. Holtorf, der mit "Otto", wie er das Auto zärtlich nennt, die ganze Welt bereist hat.
Otto ist mit allem ausgerüstet, was ein Globetrotter so braucht: Gaskocher, Zeltaufbau, Reservereifen und einem Betteinsatz für den Kofferraum, wenn das Wetter nicht mitspielt. Als wichtigste Regel nennt Holtorf: Das Auto niemals alleine zurücklassen. Er erzählt, aus welchen Ländern welche Schramme an Ottos Flanken stammen und welche Schwierigkeiten es in der Karibik gab.
Da die dortigen Inseln nicht kennen, dass Touristen ihr Auto einführen, musste Holtorf sich Ausnahmegenehmigungen von oberster Stelle besorgen, in Kuba etwa von Raul Castro. Obwohl Otto schon 660.000 Kilometer auf dem Buckel hat und Holtorf auch schon über 70 ist, sind weitere Touren geplant. Bis 2010 geht es durch China, Japan und einige Länder Westafrikas um, die Liste zu komplettieren.

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Qualität setzt sich durch , fraglich nur warum Mercedes soo nach gelassen hat .
klangkonzepte68 - 27.06.2009, 12:2330 Jahre G-friertruhe , ich war bei der Vorstellung dabei , die war imposant und zwekmäßig veranstaltet
DerChecker - 26.06.2009, 13:20Die G-Klasse ist so ziemlich der letzte echte Mercedes. Ein Auto das an Qualität und Ausdauer kaum zu überbieten ist. Bei der G-Klasse kommt auch nur "ausgereifte" Elektronik ins Programm.
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