Geballte Sicherheit an Bord: Das ESF 2009 von Mercedes
Sehen und gesehen werden
In absehbarer Zeit sollen Scheinwerfer komplett mit LED-Technik arbeiten. Momentan hapert es allerdings noch an der Lichtausbeute: Mit 50 bis 60 Lumen pro Watt ist LED-Licht zwar doppelt so gut wie Halogenstrahler, hinkt aber hinter den 90 Lumen von Xenon hinterher. In den kommenden fünf Jahren erwarten die Techniker aber Gleichstand zwischen LED und Xenon. Als besonderes Highlight kommt im ESF 2009 adaptives LED-Fernlicht zum Einsatz.
Es blendet den Gegenverkehr automatisch aus. Damit andere Verkehrsteilnehmer, etwa Fußgänger, nicht übersehen werden, gibt es zusätzlich eine Spotlight-Funktion: Zusätzlich zu den 100 Haupt-LEDs des Scheinwerfers leuchten fünf Neben-LEDs den Fußgänger an. Dieser wird von dem Fahrzeug per Infrarot-Kamera erkannt. Vorteil für den Fahrer: Er muss nicht wie beim bisherigen Nachtsichtsystem den Blick von der Straße wenden. Der Aufpreis für das neue Licht könnte sich laut den Ingenieuren im Bereich des erwähnten Nachtsichtsystems bewegen. Zurzeit kostet dieses in der S-Klasse inklusive LED-Paket rund 3.000 Euro.
Austausch zwischen Autos
Jeder kennt es: Plötzlich steht man an einer Tagesbaustelle oder gerät unversehens in eine Nebelbank. Diese Ärgernisse sollen bald der Vergangenheit angehören. Im ESF 2009 zeigt Mercedes die Möglichkeiten der so genannten Car-to-Car-Kommunikation. Der Name verrät es bereits: Künftig sollen sich Fahrzeuge automatisch und per Funk gegenseitig vor Gefahrensituationen warnen. Schon heute sammeln Autos dank viel Elektronik an Bord Informationen über die aktuelle Verkehrsumgebung. Diese werden zukünftig durch Meldungen der Polizei ergänzt. Der Bordrechner sortiert alle Daten und gibt sie nach draußen weiter. Das erfolgt über drahtlose lokale Netzwerke, also WLAN. Die Verbindungen werden über kurze Entfernungen spontan zwischen den Fahrzeugen gebildet, die maximale Distanz liegt bei 500 Metern. Ein weiterer interessanter Aspekt der Technik: Gekoppelt an Abstandregelsysteme könnte damit der Verkehrsfluss auf Autobahnen harmonisiert werden. Durch die Wahl des richtigen Tempos wäre es zudem möglich, die Unfallgefahr zu verringern.
Der Weg weist in die Zukunft
Zugegeben, noch wirken viele der neuen Sicherheitseinrichtungen im ESF 2009 ungewohnt. Darüber hinaus stellen sich im Angesicht der Technik ganz neue Fragen: Wie steht es bei Car-to-Car-Kommunikation mit dem Datenschutz? Wird sich der Fahrer entmündigt fühlen, wenn ihm sein Tempo vorgegeben wird? Doch ähnliche Diskussionen gab es bereits 1972, zu Zeiten des ESF 13. Damals musste man untersuchen, ob die Airbagtechnik nicht stärker verletzt als schützt. Heute besitzt jeder Kleinwagen die Luftsäcke serienmäßig. Man darf also gespannt auf das Autofahren der Zukunft sein.
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""Als Folge erhöht sich die Verzögerung kurzzeitig auf über 20 Meter pro Quadratsekunde" brauch ich dafür jetzt einen übersetzer doer kann mir das da jeder grundschüler erklären?" Hallo, ... gesamten Beitrag lesen
Xelge - 16.06.2009, 10:50"Als Folge erhöht sich die Verzögerung kurzzeitig auf über 20 Meter pro Quadratsekunde" brauch ich dafür jetzt einen übersetzer doer kann mir das da jeder grundschüler erklären?
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