14.10.2009
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Volvo S60: Das Geheimnis des Erlkönigs in Kopenhagen

Köln - In diesen Tagen können Verkehrsteilnehmer in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ein ungewöhnliches Fahrzeug entdecken: Einen getarnten Prototyp des neuen Volvo S60.

Ein geheimnisvoller Prototyp dreht derzeit in Kopenhagen seine Runden
Ein geheimnisvoller Prototyp dreht derzeit in Kopenhagen seine Runden
© Autonews

Der geheimnisvolle Wagen in Dänemark wird dazu eingesetzt, ein neuartiges Kollisions-Warnsystem mit automatischer Notbremsfunktion in der Praxis zu testen. Das System kann Fußgänger erkennen, die auf die Fahrbahn laufen und so Kollisionen bei Geschwindigkeiten unterhalb von 25 km/h verhindern. Das passiert auch, wenn der Fahrer nicht rechtzeitig reagiert.

Verschiedene Faktoren getestet

Mehr als zehn Jahre wurde am neuen System gearbeitet und Versuche in der ganzen Welt gefahren. "Faktoren wie gängiges Verkehrsverhalten, unterschiedliche Straßenverhältnisse und wechselnde Wetterbedingungen wurden dabei untersucht. Außerdem können wir die Informationen aus den realen Verkehrstests auch für moderne Computer-Simulationen nutzen", erklärt Thomas Broberg, Sicherheitsexperte bei der Volvo Car Corporation.

Schutz für Ungeschützte

Das neue Kollisions-Warnsystem mit automatischer Notbremsung und Fußgängerschutz besteht aus mehreren Komponenten. Dazu zählen ein so genanntes Dual-Mode-Radarsystem am Frontgrill, eine Kamera hinter dem Innenraum-Rückspiegel sowie eine zentrale Kontrolleinheit. Radar und Kamera überwachen kontinuierlich den Straßenbereich vor dem Fahrzeug. Aufgabe des Radarsystems ist es, Objekte zu erkennen und die Entfernung zu messen. Die Kamera erkennt zugleich den Typ des jeweiligen Objekts.

Auto macht eine Vollbremsung

In einer Notsituation wird der Fahrer zunächst durch ein akustisches Signal und ein Blinklicht im Head-up-Display in der Frontscheibe gewarnt. Um eine schnelle und intuitive Reaktion zu unterstützen, ähnelt die optische Warnung einem Bremslicht. Sobald ein Zusammenstoß droht und der Fahrer nicht auf die Warnhinweise reagiert, wird die volle Bremskraft aktiviert. "Der Einsatz der vollen Bremskraft setzt voraus, dass das Objekt sowohl vom Radarsystem als auch von der Kamera erkannt wird", sagt Thomas Broberg. "Möglich wird die automatische Vollbremsung durch die hochmoderne Sensor-Technologie. Volvo zählt zu den ersten Herstellern weltweit, die diese Funktion zum Schutz von Fußgängern anwendet."

Höhere Auflösung der Kamera

Das System ist so programmiert, dass es auf Fahrzeuge reagiert, die sich in Fahrtrichtung bewegen oder still stehen. Dank des Radarsystems, das über einen deutlich erweiterten Beobachtungsbereich verfügt, können Fußgänger, die gerade die Straße betreten, frühzeitig erkannt werden. Das System soll im neuen Volvo S60 im Jahr 2010 auf den Markt kommen.

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