30.06.2009
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In Kooperation mit Auto-News

Event-Sparen: Unterwegs auf der Fiat-Bravo-Effizienz-Tour

Kesselberg macht uns fertig

Ab Nürnberg, wo wir zusammen mit gefühlt mehreren hundert Japanern auf der Burg ein paar Fotos im strömenden Regen schießen, übernimmt Thomas die Kontrolle über das Gaspedal. Jetzt zuckeln wir mit annähernd konstant 110 km/h durch die Gegend. Kurzer Stopp am nebelverhangenen Kochelsee - kurz deshalb, weil es gerade ziemlich heftig regnet. Dann fahren wir den Kesselberg hoch. Dessen Kurven laden normalerweise zum Brettern ein, aber wir wollen effizient fahren und glauben, dass wir diesen Anstieg energiemäßig nie mehr rausholen werden. Auf der Reststrecke nach Innsbruck steigt unser Durchschnittsverbrauch von 6,6 auf 6,9 Liter pro 100 Kilometer. Ob wir von diesem Wert wieder runterkommen?

Innsbruck - Turin: Ab in den Sommer

Hier sind 34 Grad Celsius - um 20:15 Uhr. Wir sind in Turin angekommen und werden schon den ganzen Tag in der Hitze gebacken. Heute früh in Innsbruck konnte sich das noch keiner vorstellen. Aber bereits auf dem Weg zum Brenner kommt die Sonne durch und nach dem Brenner-Tunnel ist es endgültig vorbei mit halbgaren Temperaturen und Dauerregen. Die Alpen Richtung Süden zu überqueren, macht für uns richtig Sinn. Und endlich können wir uns zurückholen, was uns genommen wurde: ein guter Durchschnitts-Verbrauch. Pavlos hat der Ehrgeiz gepackt, er nutzt die Bergab-Strecke, um ganz entspannt zu fahren. Unser Verbrauch sinkt kontinuierlich, hakt sich dann aber bei 6,4 Liter fest. Wir rollen weiter, so konstant wie es der Verkehr zulässt, mehr als 110 km/h werden nicht riskiert.

6,4 wie festgenagelt

Aber auch als wir an der Sektkellerei Spumante Ferrari, die anscheinend nichts mit den vornehmlich roten Rennwagen zu tun hat, vorbeikommen, sackt unser Verbrauch nicht weiter ab. Beim Abstecher zum Gardasee müssen wir in kleinen Dörfern wieder jede Menge Stopps über uns ergehen lassen. Jetzt fährt Thomas, auf geringen Energieverbrauch erpicht wie eh und je - und ihn schmerzt jedes Abbremsen mit anschließendem "Beschleunigen-Müssen" sichtbar. Zurück auf der Autobahn nach Turin bleibt unser Verbrauch unverändert. Selbst als wir die kilometerlangen, Stechmücken-verseuchten Reisfelder hinter uns lassen und ins vornehme Turin einfahren, bleibt eine Zahl so konstant wie unsere Fahrweise: 6,4.

Schlimmes Schleichen als Erfolgsgarant?

In Turin, wo ein Ferrari eher schwarz oder dunkelblau ist, treffen wir dann zum ersten Mal auf die anderen Teams. Zwar sind unsere auf dem USB-Stick festgehaltenen Daten noch nicht mit dem speziellen, kostenlos zum Download zur Verfügung stehenden Programm ausgewertet worden, aber gerüchteweise soll das portugiesische Team einen sensationell niedrigen Verbrauch hingelegt haben - erreicht durch nicht enden wollende kleine Schleichfahrt. Wir werden sehen.

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