Betörende Kult-Renner: die Geschichte von Lamborghini

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Am Anfang war der Traktor
Seit über 40 Jahren nötigen die Sportwagen des italienischen Nobel-Herstellers Lamborghini dem Betrachter vielerlei Ehrfurchtsbekundungen ab. Vom sehnsüchtigen Blick bis zum verzückten Seufzer ist alles dabei. Das mag daran liegen, dass die dicht an die Straße gedrückten Flitzer eher an kunstvoll modellierte Skulpturen erinnern denn an Autos: Die messerscharf dreinblickenden Augen, das Lichtspiel auf den fein modellierten Wölbungen des Blechkleides, die wuchtig und kraftvoll geformten Stoßfänger und ein Gesicht, das sich selbst Botticelli oder Michelangelo nicht schöner hätten ausdenken können - von Formensprache verstehen sie einiges, die Italiener.
Dabei waren die ersten Fahrzeuge aus dem Hause Lamborghini weit vom Idealbild des Sportwagens entfernt: Ferrucio Lamborghini, unweit von Bologna geboren, verdiente in den 50er Jahren sein Geld damit, alte Militärfahrzeuge in Traktoren umzubauen. Ab 1959 stellte er in einer eigenen Fabrik die ersten Traktoren unter dem Namen Lamborghini her. Nur vier Jahre später eröffnete Lamborghini in Sant'Agata seine legendäre Sportwagenschmiede. Von hier aus rollten ab 1964 die ersten Renner zu ihren neuen Besitzern.
Der erste Lamborghini erblickte auf der Turiner Auto Show 1963 das Licht der Welt. Der 350 GTV, ein grünmetallic lackierter Zweitürer, versteckte 347 PS und ein V12-Frontmotor unter seiner Haube.
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