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Fahrzeugtests im Eis

Schnee, Eis, schlechte Sicht und Rutschgefahr – der Winter hält die ein oder andere unangenehme Überraschung für Autofahrer auf Lager. Deshalb setzen Automobilhersteller alles daran, neue Wagen so sicher wie möglich zu machen. Auf ihrem Weg zur Serienreife müssen einzelne Fahrzeugkomponenten und neue Automodelle Extremtestläufe bis zu minus 40 Grad Celsius überstehen.

Von Anja Eichler

Für diese Tests werden allerdings nicht nur die Autos den ungünstigsten Witterungsbedingungen ausgesetzt. Auch die Testpersonen müssen hart im Nehmen sein: immerhin sind seit 30 Jahren das schwedische Arjeplog und das finnische Rovaniemi für viele Automobilhersteller die bevorzugten Ziele für winterliche Erprobungseinsätze und in diesen zwei Städten am Polarkreis wurden durchaus schon finnische und schwedische Kälterekorde von minus 50 Grad Celsius gemessen. Für den Verbraucher bringt das den Vorteil mit sich, dass neue Modelle, Motoren oder Sicherheitssysteme härtegeprüft sind und das sichere Gefühl beim Fahren nicht von ungefähr kommt.

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Tatsächlich wichtig für die Tests sind jedoch die durchschnittlichen Tagestemperaturen, die in Nordschweden und Nordfinnland bei minus 10 Grad Celsius liegen; und das auch noch ziemlich konstant, was beste Voraussetzung für reproduzierbare Testergebnisse ist. Genau so wie die unzähligen Seen in der Nähe des Polarkreises, die in den Wintermonaten bis zu einer Eisdicke von rund einem Meter zufrieren und nicht nur das Befahren mit Pkw, sondern auch mit Lastzügen ermöglichen. Nebenbei stört sich in solch dünn besiedelten Regionen Schwedens oder Finnlands auch niemand am Lärm den so ein Testbetrieb nun einmal mit sich bringt. Betrachtet man all diese Faktoren zusammen, erschließt sich einem der Grund, weshalb zwischen November und April auch Scharen deutscher Ingenieure und Mechaniker in die Kälte ziehen, um für BMW oder Mercedes-Benz Härtetests durchzuführen.

Die schlechtesten Bedingungen sind gerade gut genug

Seit März 2006 hat die BMW Group einen eigenen Erprobungsstützpunkt in Arjeplog in der Nähe des Kakelsees. Mercedes-Benz prüft neue Modelle auf und um den Hornavansee. Nur 15 Autominuten von beiden Seen entfernt erhebt sich der 800 Meter hohe Galtispouda – gewundenen Wege, enge Kurven und Schneewehen. Doch wer jetzt denkt, mit diesen natürlichen Ressourcen wäre es getan, der irrt. Wie gesagt, die Automobilhersteller setzen alles daran, die Testmodelle auf Herz und Nieren zu prüfen. Und so werden schlechte Bedingungen von Menschenhand eben noch ungünstiger gemacht.

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Meinungen zum Thema (1) in Auto aktuell
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Dummydau - 27.10.2008, 18:47

Diese Tests sind nicht hart genug, die meisten neuen Autos haben ganz grässliche Wintereigenschaften, besonders die mit ASR und ESP. Und wenn wir alle paar Jahre mal über Nacht mal doch über -20 Grad haben dann springen sie schon n... gesamten Beitrag lesen

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