So überstehen Auszubildende die Probezeit
Bei der Kontaktaufnahme lauern aber auch Fallen. So warnen die Arbeitsweltexperten Christian Püttjer und Uwe Schnierda in einem Ratgeberbuch zum Thema davor, sich früh von Unterstützern vereinnahmen zu lassen, die den Neuling mit offenen Armen empfangen. Ohne es zu bemerken, könne sich dieser einem Außenseiter anschließen und sich so isolieren - oder Teil einer Gruppe werden und so in Grabenkämpfe innerhalb der Abteilung hineingezogen werden.
Um das zu vermeiden, sollten Auszubildende zu Beginn aufmerksam den Umgang der Kollegen beobachten, rät Lüdemann. Auf diese Weise lassen sich auch Abteilungsrituale erkennen, die sich über die Jahre entwickelt haben: Beispielsweise, ob es Firmenbrauch ist, dass der Neue Kuchen und Sekt mitbringt - oder ob Alkohol im Büro verpönt ist.
Wenn die erste Kennenlernphase vorüber ist, müssen Chef und Kollegen natürlich auch mit Leistung überzeugt werden. Dabei sei es oberstes Gebot, die zugewiesenen Aufgaben pünktlich zu erledigen, raten Püttjer und Schnierda. Wenn Fehler passieren, gelte es, sportlich mit Kritik umzugehen, sagt Lüdemann: "Man sollte dankbar für Kritik sein, denn ohne sie lernt man nichts aus seinen Fehlern."
Literatur: Christian Püttjer/Uwe Schnierda, Erfolgreich in der Probezeit. Campus Verlag, ISBN-13: 3-593-37547-8, 9,90 Euro
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