01.07.2009
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Bei Ausbildungsplatzsuche nicht entmutigen lassen

Berlin/Hamburg (dpa/tmn) - Krise, Abschwung, Rezession - diese Worte bestimmen seit längerem die Nachrichten. Schulabgänger hatten schon bessere Zeiten für die Lehrstellensuche. Aber sie sollten sich nicht einschüchtern lassen.

Ausbildungsplatzsuche
Jugendliche sollten sich für ihren Beruf nach Interesse und Neigungen entscheiden - die Suche nach einem Ausbildungsplatz wird aber sicher nicht einfach. (Bild: dpa/tmn)
© dpa

"Es gibt immer noch Chancen auf einen Ausbildungsplatz", sagt Knut Böhrnsen von der Arbeitsagentur in Hamburg. Wer noch zum kommenden Ausbildungsjahr eine Stelle haben will, muss jetzt allerdings Gas geben.

Viele große Unternehmen haben die Ausbildungsplätze für 2009 längst vergeben. Aber noch ist nicht alles gelaufen. Viele kleinere Betriebe warten die Entwicklung im ersten Halbjahr ab, bis sie entscheiden, wie viele Stellen für Azubis sie anbieten. Deswegen rät Thilo Pahl vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin, Durchhaltevermögen zu entwickeln. Auch wenn die ersten Bewerbungen keinen Erfolg haben, kann es bei den nächsten klappen.

Einfacher ist es in diesem Jahr sicher nicht: Nach dem jüngsten Berufsbildungsbericht ging die Zahl der abgeschlossenen Verträge schon im vergangenen Ausbildungsjahr um 9600 auf 616 000 zurück. Allerdings gab es erstmals seit langem am Schluss mehr unbesetzte Plätze als unversorgte Bewerber. Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn dürfte die Zahl der Ausbildungsplätze 2009 wegen des Abschwungs auf 598 000 bis 559 000 sinken. Für viele Bewerber heißt das: Es könnte eng werden.

"Die erste Botschaft lautet aber: Man darf sich von der Krise auf keinen Fall entmutigen lassen", sagt Thilo Pahl. "Wir haben ein Konjunkturproblem, aber keine Ausbildungskrise." Insgesamt wird mit einem Rückgang bei der Zahl der Ausbildungsverträge gerechnet. "Aber es gibt auch einen Rückgang bei den Bewerbern", sagt Tanja Nackmayr von der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin. Im Moment sei das Verhältnis von gemeldeten Stellen zu Bewerbern günstiger als in den Jahren zuvor.

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