01.07.2009
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Die erste Bewerbung macht doppelt viel Mühe

Für seine Beratungen hat Winkler auch Personalverantwortliche und Ausbilder befragt. "Personaler sind unglaublich misstrauisch. Sie bekommen einfach zu viele Anfragen und zu selten Angebote von Leuten, die etwas zu bieten haben." Daher fordert der Berater aus der Bewerbung eine "vertrauensbildende Maßnahme" zu machen, mit persönlicher Anrede und starken Argumenten für die persönliche Eignung.

Das ist leichter gesagt als getan: Viele Jugendlichen wissen nicht, was sie gut können, sagt die Berufsberaterin Karin Wistuba. Die Diplom-Pädagogin aus Berlin sieht auch Eltern in der Pflicht, die Jugendlichen auf der Suche nach den richtigen Fragen und Antworten zu begleiten. Fragebögen, die man nicht nur selbst ausfüllt, sondern auch an Bekannte verteilt, eine Checkliste persönlicher Fähigkeiten oder eine Entscheidungsmatrix, die verschiedene Vorlieben miteinander vergleicht, gelten als Stützen der Selbstanalyse.

Die Selbstbefragung ist aber durch eine Marktanalyse zu ergänzen: Welche Berufe gibt es und wer bildet aus? Was das Internet nicht bietet, kann ein gezielter Telefonanruf oft schnell klären: "Das machen weit weniger Bewerber, als man denkt", sagt Wistuba. Sofern man eine Botschaft hat, die den Ausbilder interessiert, ist ein Anruf eine gute Idee, meint auch Gerhard Winkler.

"Wir bekommen über 1000 Bewerbungen auf 13 oder 14 Ausbildungsplätze", sagt Biljana Matovic, Ausbildungsreferentin beim Flughafen Hamburg. Wegen dieser Menge sei es nicht möglich, allen Bewerbern am Telefon Auskünfte zu erteilen. Wer sich Gedanken über das Unternehmen macht und interessierte Fragen stellt, falle aber positiv auf.

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