Ein gutes Arbeitszeugnis ist floskelfrei und individuell
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"Arbeitgeber, die sich Mühe mit dem Zeugnis geben, verzichten auf solche Floskeln", so Roland Gross, Anwalt für Arbeitsrecht in Leipzig.
Dies seien dann sogar die besten Zeugnisse. Der Arbeitnehmer müsse das Zeugnis in seiner Gesamtheit sehen und immer auf "erkennbare Qualifikation" hin prüfen. Bliebe die Beurteilung aber beim Schema F, sollte auf die Formulierung "stets zur vollen Zufriedenheit" für die Schulnote sehr gut geachtet werden.
Die Floskel "zur Zufriedenheit" entspricht laut Gross dagegen einem mangelhaft. Zudem sollte ein Zeugnis möglichst individuell ausfallen. So darf in einem Zeugnis für einen Bankkaufmann die Betonung der Ehrlichkeit nicht fehlen. Das Zeugnis für einen Bauarbeiter darf nicht wie das für einen leitenden Angestellten formuliert werden. "Sprachlich darf das ruhig holprig abgefasst sein."
Die Aufzählung der Tätigkeiten muss in einem Arbeitszeugnis nicht zwingend mit den Hauptaufgaben beginnen und mit Nebenaufgaben enden. "Da muss nicht um jedes Detail der Reihenfolge gestritten werden", sagt Gross. Lediglich wenn der Arbeitnehmer eindeutig diskreditiert wird, gilt es zu handeln. "Das ist zum Beispiel der Fall, wenn bei einem hoch qualifizierten Beruf eine völlig belanglose Tätigkeit am Anfang steht."
- @SamSam: Ich sehe es genauso. Die... | waswerwarum, 07.04.2008, 23:21
- @ 9Lange: Nur weil die Notenvergabe nich... | SamSam, 05.04.2008, 19:04
- Welchen Sinn haben solche Zeugnisse eige... | 9Lange, 05.04.2008, 14:18
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