Frau und Mann bevorzugen oft unterschiedliche Fächer
Frauendominierten Fächern wie Haushalts- und Ernährungswissenschaften (86,8 Prozent), Tiermedizin (84,4 Prozent), Kunst (81,7 Prozent) oder Sonderpädagogik (79 Prozent) stehen andere gegenüber, bei denen die Männer ganz klar in der Mehrheit sind. Das berichtet das Magazin "Zeit Campus" (Ausgabe 6/2008). Dazu gehören Elektrotechnik (91,7 Prozent), Verkehrstechnik (91,2 Prozent), Informatik (85,2 Prozent) oder Ingenieurwesen (84,1 Prozent).
Aber auch zwischen den einzelnen Hochschulen kann der Unterschied mit Blick auf die Geschlechterverteilung erheblich sein. Zu den großen Unis mit dem höchsten Frauenanteil gehören die LMU München, die FU Berlin sowie die Unis Leipzig, Frankfurt/Main und Tübingen. Die fünf Universitäten mit dem höchsten Männeranteil sind die TU München, die RWTH Aachen, die Fernuni Hagen, die TU Dresden und die Uni Hannover, so das Hochschulmagazin.
Eine Hochschule mit extremem statistischen Geschlechterverhältnis ist die Universität in der thüringischen Kleinstadt Ilmenau: Dort lag der Männeranteil jahrelang bei 90 Prozent. Erst durch die Einführung von Medienstudiengängen Mitte der 90er Jahre schnellte der Anteil der Frauen nach oben - laut "Zeit Campus" abers auch nur auf 28 Prozent. Damit erreicht Ilmenau etwa den Wert der Unis in Aachen, Karlsruhe, Clausthal und Darmstadt.
Es sind alles Universitäten mit technischem Schwerpunkt, an denen bis zu dreimal mehr Männer als Frauen studieren. Ganz anders sieht es beispielsweise in Hildesheim aus: Dort sind Männer mit nicht einmal 23 Prozent deutlich in der Minderheit. Eine Ausnahme bilden die Fächer Wirtschaftsinformatik und Informationstechnologie - das betrifft allerdings nur 5 Prozent der insgesamt 4700 Studierenden.



















