Nur jeder Dritte studiert: Viele Unis beschränken Zugang

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Das ist etwa genauso viel wie in Mexiko oder der Türkei (31 Prozent), teilt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mit. In Ländern wie Island, Polen oder Australien liegt dieser Wert zwischen 78 und 84 Prozent und damit deutlich höher.
Bei den Hochschulabschlüssen sieht es noch schlechter aus: Zwar habe sich der Anteil der Hochschulabsolventen in Deutschland zwischen 2000 und 2006 von 18 auf 21 Prozent verbessert. Der Zuwachs im internationalen Durchschnitt lag im gleichen Zeitraum allerdings bei 9 Prozentpunkten. Besonders deutlich hat laut dem Institut die Schweiz zugelegt: Dort erhöhte sich der Absolventenanteil von 12 auf 30 Prozent. Im Schnitt aller OECD-Länder liegt der Anteil der Hochschulabgänger bei 37 Prozent.
In Deutschland ein Studium zu beginnen, ist aber auch gar nicht so einfach. Zu den Hürden gehören Zulassungsbeschränkungen. Ob Numerus clausus, Auswahlverfahren mit schriftlicher Bewerbung oder Aufnahmegespräche - bei mehr als der Hälfte aller Fächer an den Universitäten war die Studienwahl im vergangenen Jahr dem IW zufolge nicht frei von Beschränkungen. Für die Fachhochschulen galt das sogar für zwei Drittel.
Einerseits wollten die Hochschulen die besten Kandidaten aussuchen. Andererseits würden solche Instrumente genutzt, um den Kreis der Bewerber klein zu halten. In vielen Fächern fehle es ohnehin an Studienplätzen. Ein Beispiel sei Medizin, das gleiche gelte aber auch für Ingenieurswissenschaften: Dort gab es dem Institut zufolge 2007 in 40 Prozent der Studiengänge an Unis und an den Fachhochschulen sogar in fast 60 Prozent eine begrenzte Zahl an Plätzen.
Das Problem dürfte sich noch verschärfen, wenn die Zahl der Abiturienten, die die Schule verlassen, deutlich steigt. Weil die Gymnasialzeit verkürzt wurde, gibt es in vielen Bundesländern einen "doppelten" Abiturjahrgang.



















