10.10.2008
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Als Real- und Hauptschüler ins Ausland

Berlin (dpa/tmn) - Auch Real- und Hauptschüler haben die Möglichkeit, für ein Jahr ins Ausland zu gehen. "Für einen Realschüler ist es kein Problem an einer Highschool in den USA zurechtzukommen."

Das Rita Stegen, Geschäftsführerin des AJA (Arbeitskreises gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen) in Berlin. Die Austauschorganisationen prüften zwar die Noten der Schüler. Genauso wichtig seien aber auch die Motivation, Offenheit und Anpassungsbereitschaft der Bewerber.

Selbst wer keine guten Englischkenntnisse mitbringt, fliegt nicht automatisch aus dem Bewerbungsverfahren. "Manche gehen ja auch in Länder, deren Sprache sie gar nicht können. Die besuchen dann erstmal einen Sprachkurs", erklärte Stegen. Das gelte beispielsweise für viele osteuropäische oder lateinamerikanische Länder.

Üblicherweise gehen Austauschschüler im Alter von 16 oder 17 ins Ausland. Eine Möglichkeit ist, in der zehnten Klasse das Austauschjahr einzuschieben, sagte Stegen. "Allerdings muss man das Schuljahr danach wiederholen, um die Mittlere Reife zu erwerben." Eine Alternative ist, nach dem Schulabschluss ins Ausland zu gehen, beispielsweise vor dem Übertritt in eine weiterführende Schule.

In manchen Bundesländern - Sachsen beispielsweise - werde ein solches Auslandsjahr bereits als Qualifikationsphase für die gymnasiale Oberstufe anerkannt. Die Schüler müssen die zehnte Klasse Rita Stegen zufolge dann nicht wiederholen. "Man geht also nicht 14 Jahre in die Schule, sondern 13."

Wer sich für einen Schüleraustausch interessiert, sollte mindestens ein Jahr im Voraus mit den Planungen beginnen. "Wir empfehlen, mit Lehrern, Eltern und der Schulleitung zu sprechen, wann sich das am besten anbietet", sagte Stegen.

Laut einer Studie von AFS Interkulturelle Begegnungen können sich 64 Prozent der Realschüler vorstellen, ein Jahr im Ausland zu verbringen. Tatsächlich stellen Haupt- und Realschüler laut dem AJA aber nur drei bis fünf Prozent aller Austauschschüler. Ein Grund dafür sei, dass viele Schüler denken, ihre Noten seien nicht gut genug, so AFS.

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