Leipzig feiert 600 Jahre Universität

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In Deutschland ist sie nach Heidelberg die zweitälteste Hochschule. Seit 600 Jahren wird an ihr ohne Unterbrechung gelehrt und geforscht. Die Gründung geht auf den böhmische König Wenzel IV. zurück. Er griff im Januar 1409 per Dekret in die Verfassung der Prager Universität ein. Bis dahin waren dort die "nationes" der Böhmen, Bayern, Sachsen und Polen gleichberechtigt.
"Wenzel teilte der nichtdeutschen böhmischen Nation mehr Stimmen zu als den deutschen, was dazu führte, dass aus Protest alle deutschen Magister und Studenten die Universität Prag verlassen haben und zum größten Teil nach Leipzig gegangen sind", erzählt der Historiker Detlef Döring. Die Ratsherren und auch die Herren der Markgrafschaft Meißen, zu der Leipzig gehörte, waren klug genug, sie mit offenen Armen zu empfangen. Sie schenkten ihnen Häuser und zwei Kollegien, in denen sie wohnen und studieren konnten.
Am 2. Dezember 1409 wurde die neue Universität feierlich eröffnet. Der Studienbetrieb startete mit 46 Magistern und Doktoren und 369 Studenten. Zum Jubiläumsjahr gibt es die Ausstellung "Erleuchtung der Welt. Sachsen und der Beginn der modernen Wissenschaften", die noch bis zum 26. Dezember im Stadtgeschichtlichen Museum zu sehen ist.
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