02.10.2008
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Firmenchef erschießt sich wegen drohender Kündigungen

Wegen drohender Entlassungen in seinem angeschlagenen Unternehmen hat der Chef einer tschechischen Textilfirma Selbstmord begangen.

Kreuz
Selbstmord: Ein tschechischer Firmenchef nahm sich das Leben, weil er seinen Angestellten nicht kündigen wollte.
© dpa
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Wie die Zeitung "Mlada fronta Dnes" am Mittwoch berichtete, stritt der 45-jährige Geschäftsführer Milan Mladek am Montag heftig mit den Eigentümern der Firma Hybler Textil. Im Anschluss an die Auseinandersetzung griff er zur Waffe und erschoss sich.

Die Weberei aus Semily im Nordosten des Landes sollte demnach bis zum Jahresende 104 von 292 Mitarbeitern entlassen. In den 1990er Jahren hatten dem Bericht zufolge noch 1100 Beschäftigte in dem Betrieb gearbeitet.

Nach Angaben des Verbandes der tschechischen Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie ist der Branchenumsatz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 14 Prozent auf umgerechnet 880 Millionen Euro eingebrochen. 2005 arbeiteten demnach noch 70.000 Menschen in der Textilindustrie des Landes, heute sind es nur noch 52.500.

© AFP

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