06.10.2008
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Lachen hilft auch bei der Arbeit

(dpa/tmn) - Am Arbeitsplatz gilt oft das Motto "Lachen verboten". Wer zu viel Spaß hat, steht im Verdacht, seinen Job nicht ernst zu nehmen. Und auch im Gespräch mit Kunden oder Kollegen ist Seriosität in der Regel oberstes Gebot.

Lachen
Lachen hilft bei der Arbeit.
© Archiv
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"Humor hat im Berufsalltag häufig keinen Platz", sagt Albrecht Kresse, Autor und Trainer aus Berlin. Das ist schade - denn mit Humor geht vieles besser. Mit seiner Hilfe können gespannte Situationen entschärft, kritische Anmerkungen freundlicher verpackt und langweilige Konferenzen aufgepeppt werden.

"Humor ist ein kommunikatives Schmiermittel", sagt Bärbel Hinz-Käfer. "Selbst in festgefahrenen Verhandlungen kann er hilfreich sein", so die Unternehmensberaterin aus Freiburg. Humor sei auch eine Bewältigungsstrategie bei Belastungen im Beruf, sagt Birgit Rißland, Diplom-Psychologin aus Stendorf (Schleswig-Holstein). Wer Stressfaktoren mit einer Grundeinstellung heiterer Gelassenheit begegnet, könne davon profitieren. "Im Beruf geht es allerdings tendenziell humorlos zu", ist Albrecht Kresses Erfahrung. Dadurch werden seiner Ansicht nach viele Chancen verschenkt: "Wir nutzen Humor viel zu selten."

Allerdings sei der humorvolle Umgang mit unter Umständen kniffligen Themen am Arbeitsplatz kein Kinderspiel: "Man muss dafür schon etwas Fingerspitzengefühl entwickeln und sich auf sein Gegenüber einlassen", sagt Eva Ullmann, die Unternehmen zum Thema Humor coacht. "Es reicht nicht, wenn der Chef einen Scherz nach dem anderen produziert." Dröhnendes Lachen ist eben noch kein Zeichen für ein entspanntes Betriebsklima. "Gerade Vorgesetzte sollten die Fähigkeit haben, sich auch selbst auf die Schippe zu nehmen."

Dann könne Ironie in vielen Situationen hilfreich sein: "Man kann kritische Botschaften auf ironische Art vermitteln", ergänzt Albrecht Kresse. Gerade in der Kommunikation biete Humor viele Chancen: Wer humorvoll Feedback gibt, klingt weniger hart. "Man kann mit Humor auch mal eine schwierige Situation überspielen", erklärt Kresse. "Oder man macht einen Witz, wenn etwas nicht geklappt hat, und schon ist es nicht mehr so frustrierend, dass ein Kunde abgesagt hat."

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