22.10.2009
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Gericht: Kündigung nach Karton-Klau rechtens

Villingen-Schwenningen (dpa) - Erneut hat ein Mann wegen eines vermeintlichen Bagatelldeliktes seinen Job verloren. Dem 50-Jährigen war gekündigt worden, nachdem er mehrere gebrauchte Kartons seines Unternehmens für den Umzug seiner Tochter mit nach Hause genommen hatte.

Kartonklau
Kündigung wegen Kartonklau. (Symbolbild)
© dpa

In einem Vergleich vor dem Arbeitsgericht Villingen-Schwenningen einigten sich beide Parteien nach Angaben des Südwestrundfunks (SWR) darauf, die Kündigung gegen eine Abfindung aufrecht zu erhalten. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Gericht in Radolfzell am Bodensee entschieden, dass die Mitarbeiterin eines Seniorenheims nach dem Diebstahl mehrerer Maultaschen zu Recht entlassen worden ist.

Der 50 Jahre alte Trossinger war nach 27 Jahren im Betrieb von einer Überwachungskamera gefilmt worden, als er die Kartons einpackte. Die Firma sah dies als Diebstahl an und kündigte dem Mann fristlos. Dagegen zog der Mitarbeiter vors Arbeitsgericht - erfolglos. Er habe geglaubt, die Kartons würden nicht mehr gebraucht, sagte der 50-Jährige.

Nach den Richtern in Radolfzell betonte auch der Vorsitzende der Kammer in Villingen-Schwenningen, der Wert eines gestohlenen Gegenstandes spiele keine Rolle für eine Kündigung. Entscheidend sei der entstandene Vertrauensbruch. Das Unternehmen und der gekündigte 50-Jährige einigten sich laut SWR auf eine Abfindung in Höhe von 6000 Euro. Vom Gericht in Villingen-Schwenningen waren keine Angaben zu erhalten.

Zuvor hatte sich im sogenannten Maultaschen-Prozess eine Mitarbeiterin der städtischen Konstanzer Spitalstiftung dagegen gewehrt, nach 17 Jahren Betriebszugehörigkeit ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Die Maultaschen seien übrig geblieben und wären in den Müll gegangen, hatte sie betont. Dagegen hatte sich das Gericht auf die Seite des Arbeitgebers gestellt und den Rauswurf wegen Diebstahls für rechtens erklärt. Die 58-jährige wird voraussichtlich Berufung gegen das Urteil einlegen.

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Meinungen zum Thema (27) in Karriere
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GugusCH - 25.01.2010, 09:38

Diese Urteile sind gegen jeden gesunden Menschenverstand. Das leidige ist, dass diese Mentalität immer mehr von Deutschland auch in die Schweiz überschwappt. Auf der anderen Seite ist nicht zu vergessen, dass der Angestellte einen Chef fr... gesamten Beitrag lesen

Friede77 - 23.01.2010, 09:33

Dieser Freisler der hier Urteilt, wen vertritt er ? Wen vertritt die Justiz ? Lobbygruppen - das Volk - den Staat ? Mit Moral und Recht hat das nichts mehr zu tun. Hier sind ein paar "Richter" am Werk über die hier mit Recht, so negati... gesamten Beitrag lesen

Meckrisch - 19.01.2010, 15:31

Überlegt doch mal wollt ihr eure Eltern eines Tages von so einen Typen betreut sehen? Der tötet eure Eltern wenn es dem Gesetzt entspricht. Der lässt die verhungern und leiden solange es juristisch einwandfrei ist. Warum wird nicht d... gesamten Beitrag lesen

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