03.11.2009
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Für viele gibt es trotz Krise mehr Weihnachtsgeld

Düsseldorf/Münster (dpa) - Banker bekommen zum Fest ein volles Monatsgehalt, Putzfrauen kriegen gar nichts: Beim Weihnachtsgeld gibt es in Deutschland weiterhin ein starkes Gefälle.

Weihnachtseinkauf in Hamburg
Weihnachtseinkauf: Für viele tarifgebundene Mitarbeiter reicht das Geld dieses Jahr für mehr Geschenke aus.
© dpa

Der Wirtschaftskrise zum Trotz können sich aber viele Arbeitnehmer dieses Jahr wegen Tariferhöhungen über mehr Extrageld zum Jahresende freuen. In tarifgebundenen Betrieben liege der Zuwachs dann je nach Branche und Region zwischen 1,5 Prozent und 7,3 Prozent, das entspricht bei mittleren Einkommen 16 Euro bis 117 Euro. Das teilte das WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf mit.

Beschäftigte profitierten von neuen Tarifabschlüssen, hieß es zur Erklärung. Die stärkste Erhöhung erhalten demnach Mitarbeiter in der chemischen Industrie in Ostdeutschland mit 7,3 Prozent beziehungsweise 117 Euro. Mehr Geschenke können auch Beschäftigte der Metallindustrie von Nordwürttemberg und Nordbaden kaufen: Sie bekommen 4,2 Prozent mehr Weihnachtsgeld, das sind 56 Euro. Gar keine Erhöhung gibt es dagegen zum Beispiel in der Druckindustrie und im Tarifbereich der Textilindustrie Westfalen und Osnabrück.

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Zu früh freuen dürfen sich Beschäftigte mit Zuwächsen allerdings nicht: Wegen der Krise werde der Bonus nicht in allen Betrieben voll ausgezahlt, hieß es. In vielen Tarifverträgen gebe es spezielle Klauseln, die in Krisenzeiten Abstriche bei Sonderzahlungen erlauben. In jedem zehnten Betrieb wurden laut einer Umfrage unter Betriebsräten seit Mitte vergangenen Jahres Abstriche bei Sonderzahlungen und Zulagen vorgenommen, berichtete das Tarifarchiv.

Spitzenreiter bei der Bemessungsgrundlage des Weihnachtsgeldes sind die Beschäftigten im Bankgewerbe und in der Süßwarenindustrie, denen jeweils ein volles Monatsgehalt zusteht. In der westdeutschen Chemieindustrie sowie in der Druckindustrie sind immerhin 95 Prozent fällig. Darunter liegen unter anderem die Bereiche Versicherungen (80 Prozent) und der westdeutsche Einzelhandel (62,5 Prozent). Im öffentlichen Dienst der Gemeinden beträgt das Weihnachtsgeld je nach Vergütungsgruppe zwischen 60 und 90 Prozent. Kein Weihnachtsgeld erhalten laut WSI-Tarifarchiv die Beschäftigten des Bauhauptgewerbes im Osten und des Gebäudereinigerhandwerks.

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Meinungen zum Thema (8) in Karriere
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narsil - 04.11.2009, 10:32

Weihnachtsgeld gibt es doch nur noch in den finanzstarken Branchen! Tja es gab mal Zeiten, da wurden die Arbeitnehmer am Unternehmenserfolg noch stärker beteiligt: Da gab es bei Festanstellungen noch Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und ein 13. Ge... gesamten Beitrag lesen

Magic2008 - 03.11.2009, 12:20

"und kann vom Arbeitgeber nicht gekürzt werden." Möglich,...unserer kürzt nicht, er zahlt es erst gar nicht!...

Dubi1101 - 03.11.2009, 12:01

Mein mickriges Gehalt ist auf eine Jahresbrutto gerechnet, welches 12 x zur Auszahlung kommt. Nix mit 13. Gehalt und Weihnachtsgeld. Na ja, zahle ich mich wenigstens nicht dumm und dusselig an Steuern und Abgaben.

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