03.11.2009
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In Kooperation mit PC WELT

10 coole Mozilla-Projekte im Überblick

Web-Anwendungen ohne Browser starten, Firefox-Addons selber machen und das Ende der Mail - in den Mozilla Labs warten 10 coole Gratis-Perlen auf Sie.

Von Schischka

10 coole Mozilla-Projekte im Überblick
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Prism: Web-Anwendungen ohne Browser starten 
Mozilla Prism ist ein kostenloses Tool , das Web-Applikationen zu Desktop-Applikationen macht. Beispielsweise holen Sie mit Prism die Online-Textverarbeitung "Google Docs" als Verknüpfung auf den Rechner. Sie müssen zwar weiterhin online sein, um mit der Web-Applikation arbeiten zu können, starten diese aber dank Prism per Doppelklick auf die neue Desktop-Verknüpfung ganz ohne Browser.

Alternativ dürfen Sie die gewünschten Web-Anwendungen auch über das Start-Menü oder die Taskbar aufrufen - mit Prism verhalten sich Web-Anwendungen also fast wie lokal installierte Programme. Selbst das Verschieben in den Autostart ist möglich. Weitere Möglichkeiten für die Nutzung des Mozilla-Tools sind etwa der Webmailer, eine beliebige Homepage, oder Facebook. Die Technik hinter dem Mozilla-Tool basiert übrigens auf dem Firefox, auch wenn Prism kein eigenständiger Browser ist.

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Mit Bespin will Mozilla eine offene Plattform für die Entwicklung von Web-Anwendungen schaffen. Selbst große Dateien sollen die Nutzer schnell und einfach bearbeiten können. "Das offene System soll zur Basis für kooperative Entwicklungen werden, auch wenn die Mitglieder der Arbeitsgruppe über den gesamten Globus verstreut sind", sagt Mozilla.

Ein Schwerpunkt liegt also auf der gleichzeitigen Zusammenarbeit vieler Entwickler - nicht umsonst betitelt Mozilla das Projekt mit der Zeile "Code in the cloud", also "Programmieren in der Wolke". Der Name "Bespin" wird übrigens auch im Star-Wars-Universum verwendet: Dort heißt ein Gasplanet so, der wie eine riesige Wolke aussieht.

10 coole Mozilla-Projekte im Überblick
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Bespin verfügt weiter über eine integrierte Kommandozeile, kann erweitert werden und soll besonders schnell sein. Außerdem kann der Nutzer auf den Code-Editor von jedem Gerät und von überall aus zugreifen. Wer mag, kann Bespin ausprobieren - ohne Installation, da der Editor im Browser läuft.

Die Concept Series will zum Denken anregen, Diskussionen ermöglichen und künftige Design-Wege für den Firefox inspirieren, heißt es bei Mozilla. Jeder kann seine Ideen und Vorschläge für den Mozilla-Browser auf der Concept-Series-Seite veröffentlichen und mit anderen eigene und fremde Ideen ausdiskutieren.

In einem Interview betonte der Vizepräsident von Mozilla, Chris Beard: "Wir werden alles diskutieren. Je radikaler die Idee, desto besser." Zögern Sie also nicht, wenn Sie etwas am Firefox zu Meckern haben, eine bestimmte Funktion sehnlich herbeiwünschen, oder eine neue Idee haben. Englisch-Kenntnisse sind allerdings Pflicht, um sich beteiligen zu können. Unter "Concept Series Tool (beta)" können Sie Konzepte vorstellen und kommentieren, in der "Discussion Group" diskutieren Sie Ideen.

Ein Jetpack ist ein Raketenrucksack, bei Mozilla eine API, die es erlauben soll Firefox-Addons selbst zu entwickeln, indem man Web-Technologien einsetzt, die man bereits kennt. Also beispielsweise HTML, CSS oder Java-Script. Jetpack ist Open-Source, jeder darf mitmachen.

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Wer nicht selbst Jetpacks programmieren kann oder will, oder einfach nur mehr darüber erfahren will, schaut sich die kostenfreien Demos an. Diese werden wie Addons im Firefox installiert. Mit dabei sind unter anderem ein E-Mail-Notifier, der Sie über eintreffende Mails informiert oder ein Audio-Recorder, der Voice-Memos aufnehmen kann. Ein englisches Tutorial führt tiefer in die Materie von Jetpack.

Das kostenlose Mozilla Personas wird wie ein Addon im Firefox installiert. Nach der Installation ändert der User das Aussehen von Firefox bequem via Personas-Skins. Es stehen weit über 100 Skins zur Auswahl. Sobald Sie mit dem Mauszeiger über einen Skin-Eintrag im Menü (unter "Extras") fahren, wird eine Vorschau des Skins eingeblendet.

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Personas bietet einige Vorteile gegenüber den üblichen Skins für Firefox. So ist beispielsweise nach dem Anpassen der kein Neustart üblich wie nach der Installation eines herkömmlichen Skins. Auch die Vorschaufunktion erleichtert die Auswahl erheblich. Auf der Website von Personas verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick über die riesige Auswahl von Designs, die oft nicht nur kunstvoll aussehen, sondern auch stilvolle Namen wie "Japanese Tattoo", "Abstract Black", oder "Summerwood" tragen.

Übrigens: Personas ist ab Firefox 3.6 im Browser enthalten.

10 coole Mozilla-Projekte im Überblick
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Mit Raindrop wollen die Entwickler eine zentrale Browser-Anwendung schaffen, über die verschiedene Kommunikationskanäle zusammenfließen. Tristan Nitot, Mozilla Europe Präsident, schildert das Problem: "Online-Kommunikation findet heute neben E-Mail und Instant Messaging vor allem über soziale Netze wie Facebook, Twitter, Youtube und Blogs statt". Raindrop will diese Kanäle bündeln, um Online-Kommunikation einfacher zu machen. So sollen Nutzer beispielsweise Youtube-Videos, von denen sie per Mail einen Link erhalten haben, direkt ohne neuen Tab aufrufen können.

Außerdem sei E-Mail-Kommunikation heute überladen, meint einer der Entwickler. Neben wichtigen und persönlichen Nachrichten würden unzählige Werbebotschaften und Benachrichtigungen von Diensten wie Facebook oder Twitter in die Postbox flattern. Raindrop soll deshalb automatisch eine Vorauswahl zwischen wichtigen und weniger wichtigen Mails treffen - Filterregeln sollen damit nicht mehr notwendig sein. Raindrop steht noch nicht zum Download bereit, versierte Anwender haben aber Zugriff auf den Open-Source-Code . Neugierige können sich aber auf der Projekt-Seite von Raindrop einen ersten Eindruck mit Screenshots und Videos verschaffen.

10 coole Mozilla-Projekte im Überblick
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Snowl ist ein Wortspiel mit "snowy owl", was auf Deutsch Schneeeule bedeutet. Ziel der experimentellen Erweiterung - mittlerweile in der dritten Version - ist es, den Zugriff auf RSS/Atom-Feeds und Inhalte sozialer Netzwerke zu erleichtern. Der Leser hat die Wahl zwischen einer Drei-Fenster-Ansicht, dem "River of News"-Stil und "Stream of News".

Die Drei-Fenster-Ansicht soll sich besonders zum selektiven Lesen der wichtigsten Nachrichten eignen, "River of News" eher zum Stöbern. "Stream of News" erlaubt als Sidebar den ständigen Blick auf Neuigkeiten während des Surfens. Der Prototyp von Snowl kommt momentan nur mit Webfeeds und Twitter zurecht, geplant sind aber auch soziale Netzwerke, Foren und andere Formen. Snowl erkennt außerdem identische Feeds und filtert sie aus. Interessierte Firefox-User können sich das Gratis-Addon herunterladen .

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Auch technisch weniger versierte Anwender dürfen neue Firefox-Funktionen ausgiebig und offiziell testen. Wer Interesse hat, muss lediglich die Mozilla- Erweiterung Test Pilot installieren . Nach der Installation informiert die Statusleiste des Firefox den Tester über laufende, anstehende und fertige Tests. Wer das Addon installiert hat, nimmt nicht automatisch an allen Tests teil - per Mausklick nehmen Sie nur an den Tests Ihrer Wahl statt.

Diese Tests erstrecken sich von einfachen Umfragen bis zu neuen Funktionen, die exklusiv den Testern zur Verfügung stehen. "Als Test Pilot werden Sie nicht nur neue Features vor allen anderen ausprobieren dürfen, sondern auch coole Ideen für die Firefox-Oberfläche", verspricht Mozilla und ergänzt, dass man als Test Pilot Einfluss auf die weitere Entwicklung von Firefox nimmt.

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Mit Mozilla Ubiquity erstellen Sie mit simplen Textbefehlen Web-2.0-Anwendungen. Dabei hat Ubiquity Ähnlichkeit mit einer Suchmaschine, nur dass Sie statt eines Suchbegriffs eintippen, was Sie tun möchten. "Statt darauf zu warten, dass ein Profi eine Anwendung für die eigenen Anforderungen erstellt, macht man es einfach selbst", erklärt ein Mozilla-Mitarbeiter.

Wenn Sie beispielsweise eine Einladung zum Abendessen an einige Freunde schicken, fügen Sie mit dem Begriff "Karte" eine Wegbeschreibung via Google Maps hinzu. Auch Restaurantkritiken und andere passende Informationen lassen sich so schnell ergänzen. Andere Möglichkeiten bieten die Kürzel "defi" für Definitionen, "trans" zum Übersetzen und "twit" zum Twittern markierter Textteile. Wer eigene Ubiquity-Befehle erstellt hat, kann sie anderen Nutzern zur Verfügung stellen.

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Mozilla Weave synchronisiert alle Firefox-Einstellungen, Addons, Favoriten, Verlauf und mehr über mehrere Rechner und Plattformen hinweg. Da der Feuerfuchs auch für Windows Mobile und Android erscheint, ist selbst die Synchronisation vom PC aufs Smartphone möglich. Wenn Sie beispielsweise Firefox (mit installiertem Addon) auf dem Büro-Rechner schließen, können Sie auf dem Nachhauseweg auf dem Smartphone genau da weitersurfen, wo Sie den Browser geschlossen hatten.

Das funktioniert, indem die Software die Browser-Daten auf Wunsch auf einem Mozilla-Server ablegt. Dabei verschlüsselt das Tool die Daten bereits vor dem Transfer. Ab Firefox 3.7, das Anfang/Mitte 2010 erscheinen wird, soll Weave bereits standardmäßig integriert sein. Interessierte dürfen sich Weave kostenlos herunterladen .

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