Alles aus einer Leitung
Die Zeiten, in denen Internetnutzer mit Modem oder ISDN im Schneckentempo durch das WWW krochen, gehören seit DSL der Vergangenheit an. Mittlerweile sind Breitbandanschlüsse für über 90 Prozent der Telefonanschlüsse in Deutschland verfügbar. Und immer mehr Menschen machen von diesem Angebot auch Gebrauch: Bis Ende des letzten Jahres gab es in Deutschland rund 18 Millionen DSL-Nutzer.
Die Vorteile von DSL liegen auf der Hand: Up- und Downloads laufen um ein Vielfaches schneller, Surfen und Telefonieren ist gleichzeitig möglich, und auch die Tarife stürzen niemanden mehr in den Ruin. Zudem arbeiten die Anbieter an immer höheren Datenübertragungsgeschwindigkeiten.
Und genau hier kommt "Triple Play" ins Spiel. Hinter dem Begriff versteckt sich die Möglichkeit, Internet, Telefon und Fernsehen in einem Komplettpaket zu beziehen - aus einer Leitung, von einem Anbieter, zu einem Pauschalpreis. Hierbei läuft nicht nur das DSL über eine IP-Infrastruktur, sondern auch das Telefonieren und das Fernsehen - man spricht von "Voice over IP" (VoIP) und IPTV.
Während die Internet-Telefonie für Computerverhältnisse schon beinahe ein alter Hut ist (wenn auch bislang noch kein überaus erfolgreicher), so steht IPTV noch am Anfang seiner großen Karriere - zumindest hofft das die Branche. Auf der IFA 2007 war das Fernsehen über IP-Infrastruktur auf jeden Fall schon einmal eines der Hauptthemen. IPTV bietet kundenfreundliche Features wie "Video on Demand" (man kann die Sendungen schauen, wann man will und ist damit unabhängig von Sendezeiten), interaktives Fernsehen zum Mitmachen und "Enhanced TV" (mit Zusatzinformationen zu den Sendungen, eine Art Videotext 2.0).
Manche Anbieter bieten zusätzlich zu den drei genannten Angeboten noch Mobilfunk als Teil ihrer Komplettpakete an. In diesem Fall spricht man zwar von "Quadruple Play", technisch gesehen handelt es sich hierbei allerdings ebenfalls um "Triple Play", da weiterhin "nur" Audio, Video und Daten übertragen werden.
In der folgenden Tabelle haben wir die Komplettpakete fünf großer Anbieter für 16.000er-DSL-Zugänge für Sie verglichen. Im direkten Vergleich Grundgebühr schneidet hier der "Surf & Phone 16.000 Komplett"-Tarif von 1&1 bei der Grundgebühr am besten ab. Neben der günstigsten Grundgebühr kann der Tarif auch durch seine tollen Features punkten. Nur wenig teurer sind die Tarife von Arcor und Freenet, bei denen allerdings eine Movie-Flat nicht im Preis enthalten ist.
Preisvergleich
| 1&1 | Arcor | Freenet | Alice | Telekom | |
| Tarif | Surf & Phone 16.000 Komplett | All- Inclusive- Paket | Freenet Komplett | Alice Complete | Call & Surf Comfort Plus |
| Bandbreite in kbit/s | bis 16.000 | bis 16.000 | bis 16.000 | bis 16.000 | bis 16.000 |
| Telefon- und DSL-Anschluss | ja | ja | ja | ja | ja |
| ISDN Funktion (Zwei Gespräche gleichzeitig) | ja | 4,- € | ja | 2,- € | 4,- € |
| Internet-Flatrate | ja | ja | ja | ja | ja |
| Telefon-Flatrate | ja | ja | ja | ja | ja |
| Handy-Flatrate | ja | 5,- € | 5,- € | ja | nein |
| Movie-Flatrate | ja | nein | nein | nein | nein |
| Grundgebühr in Euro | 29,99 / 39,99 | 43,95 | 44,90 | 49,90 | 53,95 |
| Bereitstellung | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 59,95 |
| WLAN-Modem | 0,00 | 0,00 | 19,90 | 29,90 | 9,99 |
Stand: 04. Februar 2008

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