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Die chaotische Welt der Hacker: Zwischen Cyberpunk und Krawattenträger

Anonymer Hacker
Ein Mitglied des Chaos Computer Clubs (CCC) bei der Freizeitbeschäftigung.
© dpa

Von Christian Flier

Die ersten Hacker waren alles andere als Medienstars. Meistens traten die Informatik-Spezialisten mit dem Hang zum Eindringen in fremde Netzwerke nur zwangsweise an die Öffentlichkeit - nicht selten bei Gerichtsprozessen.

Zu einer anderen Gruppe unter den Computer-Freaks gehören die Mitglieder des deutschen Chaos Computer Clubs (CCC). Andy Müller-Maghuns Gesicht zum Beispiel ist bestens bekannt. Der Software-Schrauber trifft sich schonmal promotionwirksam mit anderen Experten und tauscht sich über das Thema Sicherheit aus.

Viele seiner "Kollegen" arbeiten jedoch in der Verborgenheit, zumal das Eindringen in digitale Sicherheitssysteme illegal ist. Aus diesem Grund ist einiges über die Vergangenheit von kleinen und größeren Zusammenschlüssen wie "Lord of Doom", "Masters of Deception", "Mindvox" oder "Cult of the dead Cow" bekannt. Über der Gegenwart oder gar der Zukunft von Hacker-Aktionen liegt ein Schatten.

Für die Pioniere wie Dead Lord (Bruce Fancher) oder Digital Lord (Patrick Karel Kroupa) war die Attraktivität von Netzwerken unbeschreiblich groß, hatte doch das Kommunizieren von Computern Ende der 70er die Faszination des Neuen. Schon 1979 knackte der damals 16-jährige Condor (Kevin David Mitnick) das System der "Digital Equipment Corporation", die später an Compaq verkauft wurde. Der Teenager kopierte aus dem Netzwerk Software auf seinen lokalen Rechner.

Sechs Jahre später brachen Fancher und Kroupa die Sicherheitscodes von Software und wollten sie ihrer Hacker-Gemeinschaft zugänglich machen. Die Mailbox-Clique warf darauf hin die beiden Mitglieder aus ihrem erlauchten Kreis. Das hinderte die Lords jedoch nicht daran, ihre Kenntnisse in dem virtuellen Artikel "Elite Access" festzuhalten.

Doch während heute bei den Programmierern von Trojanern, Würmern und Viren oft massive wirtschaftliche Interessen vorhanden sind, gab es bei den Hacker-Pionieren ideelle Überlegungen. Die Freiheit von Informationen war für sie besonders wichtig. Das verbanden die Pioniere mit der Entdeckung anderer Sphären. Die illegalen Informatiker betraten mit dem Cyberspace neuen virtuellen Raum. Nur allzu oft waren bei der Erkundung der digitalen Welt reale Drogen im Einsatz.

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