Gute Geschäfte mit KZ.de

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In einem Land mit einer so düsteren Vergangenheit wie Deutschland ist auch die Einführung von Kurzadressen bei Internetdomains ein mitunter heikles Thema.
Problematisch sind die durch die Nazi-Vergangenheit belasteten Kürzel und die numerischen Codes aktiver Neonazis. Seit einer Woche kann man in Deutschland nun Kurzadressen anmelden, die nur aus zwei Buchstaben bestehen - und natürlich sind HJ.de, SS.de, 88.de oder KZ.de längst vergeben.
Seit einer Woche kann man in Deutschland nun Kurzadressen anmelden, die nur aus zwei Buchstaben bestehen - und natürlich sind HJ.de, SS.de, 88.de oder KZ.de längst vergeben.
"Nach dem ersten Wochenende hatten wir etwa 35.000 neue Domains registriert", sagte Sabine Dolderer, Chefin der Registrierungsstelle für deutsche Top-Level-Domains Denic, der "Berliner Zeitung". Seit dem 23. Oktober registriert Denic auch Domains, die nur aus zwei Buchstaben oder Zahlen bestehen. Dies habe "einen kleinen Hype" ausgelöst.
"Wir haben uns bewusst dazu entschieden, diese Domains zu registrieren. In Kombination mit entsprechenden Inhalten können sie durchaus der Aufklärung dienen", sagt Dolderer zu den Adressen mit Bezügen zu Nazi-Kürzeln.
Es sei nicht Aufgabe der Denic "und wohl auch nicht wünschenswert, dass wir eine inhaltliche Kontrolle vornehmen".
Sprich: Was dort eventuell an verfassungsfeindlichen Inhalten auftauchen könnte, wäre dann Sache der Behörden. Aber Nazi-Propaganda ist nicht das einzige Risiko: Das Internet ist nicht nur ein Informations-, sondern auch ein Kommerzraum erster Güte. Und mit eingängigen Adressen lassen sich natürlich auch Geschäfte machen - nicht unproblematisch in einem so empfindlichen Themenumfeld.
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