Nokia will an Apples iPhone mitverdienen

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Der Vorwurf: Apple setze in seinem millionenfach verkauften Gerät Technologien ein, auf die Nokia Patente halte. Nach Ansicht von Experten will der finnische Konzern das iPhone nicht stoppen, sondern an dessen Erfolg mitverdienen.
Zehn Patente soll Apple verletzt haben. Sie betreffen wichtige Mobilfunkstandards wie GSM und UMTS, die Drahtlos-Verbindung WLAN, außerdem Sprachkodierung und Verschlüsselung. "Es ist unmöglich, Handys ohne diese Patente zu bauen", betont Nokia-Sprecher Mark Durrant.
Schon in der ersten Generation des iPhone sollen die Technologien zum Einsatz gekommen sein. Dass der Konzern erst mehr als zwei Jahre nach der Markteinführung Anfang 2007 Klage erhebt, begründet Durrant mit vorherigen Verhandlungen: "Apple war nicht bereit, angemessene Konditionen für diese Lizenzen zu bieten. Die Klage ist der letzte Schritt." 40 Unternehmen hätten Verträge mit Nokia abgeschlossen, nur Apple verweigere sich. Der beklagte Konzern aus Kalifornien erklärte lediglich, man äußere sich nicht zu laufenden Gerichtsverfahren.
Da Handys mittlerweile multimediale Alleskönner sind, müssen Handyhersteller zahlreiche Patente anderer Unternehmen nutzen. Nach Brancheninformationen machen die Lizenzzahlungen ein bis zwei Prozent des Verkaufspreises aus, in einigen Fällen sogar noch mehr. Insgesamt dürfte dieser Anteil noch höher sein, da auf einige zugekaufte Komponenten bereits Lizenzgebühren aufgeschlagen werden.
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