Deutscher "Masterplan" für die EM
"Es gibt einen Masterplan für die EM. Wir haben durch den Confed-Cup 2005 und die WM 2006 die Erfahrung, wie man eine Mannschaft auf den Tag X vorbereitet", hatte der Bundestrainer schon vor Jahresbeginn der Deutschen Presse-Agentur dpa anvertraut. Ziel sei es, sich auf das am 7. Juni beginnende Turnier in Österreich und der Schweiz "europameisterlich" vorzubereiten.
Seit der Auslosung der EM-Gruppen, die Deutschland lösbare Vorrundenpartien gegen Polen (8. Juni in Klagenfurt), Kroatien (12. Juni in Klagenfurt) und Gastgeber Österreich (16. Juni in Wien) bescherte, arbeitet Löw mit seinem Stab akribisch am EM-Unternehmen. "Ein Turnier ist für Spieler wie Trainer das Maß aller Dinge. Eine EM oder WM ist mit nichts zu vergleichen", hob der 47-Jährige hervor.
Die zwei verbleibenden Vorbereitungsspiele gegen Weißrussland (27. Mai/Kaiserslautern) und Serbien (31.Mai/ Gelsenkirchen) sind terminiert, ebenso das Trainingslager auf Mallorca (19. bis 30. Mai). Das EM-Quartier in Ascona im Schweizer Kanton Tessin, das Teammanager Oliver Bierhoff als "Nonplusultra" bezeichnet, wird am 3. Juni bezogen. Im Trainingszentrum in Tenero stehen dem DFB-Kader drei der sechs Fußballplätze exklusiv zur Verfügung. "Wir haben einen Glückstreffer gelandet", so Bierhoff.
Auch eine mögliche Titelfeier wurde bei den EM-Planungen schon berücksichtigt. Wie nach dem dritten Platz bei der Heim-WM im Sommer 2006 soll eine Party vor dem Brandenburger Tor stattfinden. "Wenn es klappt mit dem Titel, dann werden wir wieder mit den Fans zusammen in Berlin feiern", sagte Bierhoff laut eines Berichts des Kölner "Express". "Mich hat es wirklich gefreut, dass alle bis zum Final-Tag geplant hatten. Das ist unser Ziel und das ist unsere Ausrichtung", berichtete Bierhoff von einer Sitzung der DFB-Gremien.

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