Die Vorrundengegner des deutschen Teams
Bislang konnte sich der osteuropäische Nachbar noch nie dafür qualifizieren. Aber recht souverän löste das Team des erfahrenen niederländischen Trainers Leo Beenhakker diesmal das Ticket zur EURO 2008 in Österreich und der Schweiz. Beenhakker, der 1994 Saudi-Arabien und 2006 Trinidad und Tobago zur WM-Endrunde geführt hatte, übernahm das Traineramt nach den Titelkämpfen in Deutschland.
Zuvor war Pawel Janas entlassen worden. Denn trotz der starken Leistung beim Last-Minute-0:1 gegen Deutschland (Bundestrainer Joachim Löw: "Die Polen haben uns in Dortmund schon viel abverlangt") verlief die siebte WM-Teilnahme (3. Platz 1974 und 1982) des aktuellen Weltranglisten-23. enttäuschend. Der Vertrag mit dem 65-jährigen Beenhakker, der als Vereinstrainer mit Ajax Amsterdam und Real Madrid reichlich Erfolge einheimste, wurde nach der bestandenen EM-Qualifikation bereits bis 2009 verlängert. Die Fußball-Fans in Polen hoffen auf eine neue goldene Generation rechtzeitig vor der EM in rund viereinhalb Jahren im eigenen Land und in der Ukraine.
Die größte Unruhe wird aus der Heimat an das Team herangetragen. Der Gastgeber für die EM-Endrunde 2012 versinkt mehr und mehr in einer schier endlos anmutenden Korruptionsaffäre, die auch vor dem Vorstand des Polnischen Fußballverbandes (PZPN) nicht halt gemacht hat. Nach Angaben von Justizminister Zbigniew Cwiakalski im April sind mindestens 29 Mannschaften in den Skandal verwickelt.
Die Staatsanwaltschaft in Wroclaw führte seit 2005 Ermittlungen gegen korrupte Trainer, Schiedsrichter, Spieler und Funktionäre. Inzwischen wurde Anklage gegen rund 120 Personen erhoben.
Deutsche Bilanz nach 15 Spielen gegen Polen:
Siege: 11
Unentschieden: 4
Niederlagen: 0

























