Bookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-Dienste

1960: Der Sieg der schwarzen Spinne

München – Alles begann mit einer kühnen Idee. Walther Bensemann hatte rückblickend betrachtet einen schönen Beruf: Er war Fußball-Pionier.

Von Uwe Berndt

Europameisterschaften 1960
Die damalige UdSSR gewann die erste EM.
© afp
Vergrößern

Der Deutsche Bensemann kam auf seiner Schule 1885 im schweizerischen Montreaux erstmals in Kontakt mit der völlig neuen Sportart, 1899 organisierte er dann das erste inoffizielle Länderspiel in Europa überhaupt. Eine Berliner Auswahl trat gegen eine halbprofessionelle Elf der englischen FA an und verlor standesgemäß 13:2.

Dennoch gilt diese Partie vom 23. November bis heute als die Mutter aller Länderspiele auf dem Kontinent – obwohl sie in der offiziellen Statistik des DFB nicht als solches geführt wird. Es dauerte danach 25 Jahre, bis Vertreter Österreichs, Italiens, Ungarns und der Tschechoslowakei erste Gespräche um die Planung eines internationalen Cups für Nationalmannschaften aufnahmen. Aber auch das Modell des österreichischen Wundertrainers Hugo Meisl fand kaum Beachtung. Erst mit der Gründung der "Union des Associations Europeenes de Football", kurz UEFA, am 3. März 1955, begann die eigentliche Geschichte der Fußball-Europameisterschaften. Auf dem 3. UEFA-Kongress am 28. Juni 1957 in Kopenhagen wurde dann endlich die erste Europameisterschaft beschlossen.

 Vor allem die Staaten aus dem Ostblock engagierten sich vehement für das erste Turnier, wogegen Verbände wie der DFB, England, Schottland oder die Schweiz dem Wettbewerb absagten. Auf Grund der vielen Absagen wollte die UEFA nicht die direkte Verantwortung übernehmen, weshalb die erste EM als "inoffizielle" Europameisterschaft in die Geschichte einging und unter dem Namen "Coupe Henri Delauny" firmierte. Insgesamt 17 Landesverbände meldeten sich, weshalb es vorab ein Ausscheidungsspiel zwischen der Tschechoslowakei und Irland um den letzten freien Platz geben musste.

So ging das Hinspiel im Dubliner Dalymount-Stadium am 5. April 1959 als erstes EM-Spiel überhaupt in die Annalen ein. Irland siegte 2:0, verlor aber im Rückspiel vor 41.000 Zuschauern in Bratislava mit 0:4. Der Modus sah für die 16 Mannschaften gleich ein K.o.-System vor.

Historischer Rückblick
Kehrtwende in Spanien

Alle bisherigen EMs:

Die Achtelfinals wurden bestimmt von den Ost-West-Duellen. Lediglich zwischen der UdSSR und Ungarn gab es ein reines Ostduell. Auch eine deutsche Auswahl war mit dabei: die der DDR. Gegen Portugal hatten die Männer von Trainer Fritz Gödicke aber keine Chance und mussten sich mit 0:2 und 2:3 zweimal geschlagen geben.

Im Viertelfinale kam es für die noch jungen Titelkämpfe gleich zum ersten Eklat. Spanien weigerte sich auf Geheiß der damaligen faschistischen Regierung unter General Franco, in der Sowjetunion zu spielen. Die Führung der Sowjets lehnte eine Austragung auf neutralem Boden ab. Die beiden Spiele wurden von der UEFA deshalb mit jeweils 3:0 für die UdSSR gewertet.

Der Däne Brian Laudrup küsst den gewonnenen Pokal.

1992: Vom Strand auf Europas Thron

Dänemark holt in Schweden sensationell den EM-Titel. mehr

Deutsches Nationalteam

Wer ist bei der EURO 2008 mit dabei?

Mannschaftsbilder von den sechzehn Teilnehmern. mehr

Begrenztes Ticketkontingent für deutsche Fans

Der Spielplan der EM 2008

Alle Spiele der Europa- meisterschaften auf einen Blick. mehr

Wissenswertes zur Fußball-EM

Mannschaften, Kalender, Stadien und mehr. mehr

Beckenbauer mit Pokal

Die goldenen Momente der Nationalelf

Rückblick: Die größten Erfolge und Niederlagen des DFB-Teams mehr

Alle EM-Stadien
hoch scrollen
runter scrollen
Begrenztes Ticketkontingent für deutsche Fans

Der Spielplan der EM 2008

Alle Spiele der Europa- meisterschaften auf einen Blick. mehr

Die EM tippen und Gewinne kassieren

EM-Tippspiel: Hier warten jede Menge attraktiver Preise auf Sie. mehr

GMX interaktive Suche

Schließen