1964: Sieg für das spanische Regime

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"Deutschland steht abseits", schrieb der "Kicker" am Tag der Auslosung. Neben dem DFB verzichteten von den 33 UEFA-Mitgliedern auch Schottland (verbandsinterne Probleme) und Finnland (finanzielle Probleme). Zyperns Bewerbung fiel den Wirren des Bürgerkriegs zum Opfer.
Insgesamt 29 Verbände meldeten sich an, Spanien bekam den Zuschlag als Ausrichter. Die Vorrunde ergab 13 Spielpaarungen, ausgetragen im K.o.-System mit Hin- und Rückspiel. Österreich, Luxemburg und die Sowjetunion erhielten Freilose. Die Überraschungen der Vorrunde gelangen Bulgarien, das sich in einem dritten Entscheidungsspiel in Rom gegen Portugal durchsetzte (1:0), sowie der DDR. Das Team des ungarischen Trainers Karoly Soos bezwang den amtierenden Vize-Weltmeister vor 50.000 Zuschauern im Ostberliner Walter-Ulbrich-Stadion mit 2:1. Beim Rückspiel in Prag sah es lange Zeit nicht gut aus für die Ostdeutschen, doch Peter Duckes Ausgleichstreffer zum 1:1 vier Minuten vor dem Ende sicherte der DDR das Tickets für Achtelfinale.
Quasi kampflos kam Albanien gegen Griechenland weiter, da sich die Griechen strikt weigerten gegen den Nachbarn anzutreten. Beide Länder befanden sich damals im Kriegszustand. In der Runde der letzten 16 gab es zwei Überraschungen: Mit Jugoslawien und Italien mussten zwei heiße Anwärter auf den Titel vorzeitig gehen. Geheimfavorit Schweden wurde zum Stolperstein für die Jugos. Die Skandinavier mit ihrer fantastischen Sturmreihe um Gunnar Gren, Gunnar Nordahl und Nils Liedholm, kurz Gre-No-Li, holten in Belgrad ein 0:0.

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