16.04.2008
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1976: Elfmeterdrama in Belgrad

Der deutsche Fußball beherrschte die Welt, als es 1974 in die Qualifikation für die anstehende Europameisterschaft in Jugoslawien ging.

Von Uwe Berndt

Uli Hoeneß erlebte im EM-Finale 1976 einen schwarzen Tag.
Uli Hoeneß erlebte im EM-Finale 1976 einen schwarzen Tag.
© afp
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Deutschland war amtierender Welt- und Europameister, der FC Bayern hatte zum ersten Mal den Europapokal der Landesmeister gewonnen und sollte diesen Erfolg bis zum ersten Spiel in Jugoslawien sogar noch zweimal wiederholen.

Und dennoch geriet die Qualifikation abermals zu einer echten Hängepartie. Insgesamt meldeten 32 Verbände für die Titelkämpfe, die Mannschaft von Bundestrainer Helmut Schön wurde zusammen mit Bulgarien, Griechenland und Malta in Gruppe 8 gelost. Mit 9:3 Punkten (drei Siege, drei Remis) quälte sich die Mannschaft durch die Qualifikation. Schön hatte Probleme mit seinen Stars und einen Umbruch im Team zu verkraften. Immerhin erzielte Berti Vogts beim abschließenden 8:0-Sieg über Malta per Kopf das einzige Tor seiner Länderspielkarriere.

Die Sensation der Qualifikation gelang der Tschechoslowakei. Die CSSR warf in Gruppe 1 den haushohen Favoriten England aus dem Turnier. Das Hinspiel hatten die Engländer noch 3:0 gewonnen, im Rückspiel in Bratislava verloren die Three Lions im dichten Nebel offenbar komplett die Orientierung und verloren 1:2. Beide Teams waren nun einen punktgleich, der letzte Spieltag musste entscheiden. Während die CSSR auf Zypern 3:0 gewann, mussten die Engländer durch das 1:1 in Portugal alle ihre Träume begraben. Coach Don Revie trat ein Jahr später zurück.

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Die UEFA wollte das Turnier erstmals an einen Staat aus dem Ostblock geben, an Jugoslawien. Voraussetzung dafür war jedoch, dass sich die Jugos auch für die Runde der letzten Vier qualifizierten. Im Viertelfinale wartete das Überraschungsteam aus Wales. Das Hinspiel im Gradski Stadion in Zagreb gewannen die Jugoslawen 2:0. Im Rückspiel in Cardiff einen Monat später ging es dann drunter und drüber. 32.486 Fans drängten sich in den viel zu kleinen  Ninian Park und sahen ein überhartes, fast brutales Spiel. Wales marschierte von der ersten Minute an, die Gäste wehrten sich gegen das körperbetonte Spiel mit unglaublicher Härte.

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