1980: Deutschlands zweiter Titel
Der Gastgeber war ab sofort immer bereits qualifiziert. So mussten die 31 gemeldeten Verbände in sieben Qualifikationsgruppen um die letzten sieben Plätze streiten. Deutschland erwischte in Gruppe 7 mit der Türkei, Malta und Wales vermeintlich leichte Lose. Doch der Start unter dem neuen Trainer Jupp Derwall war holprig. In den Spielen in Malta und der Türkei (beide 0:0) enttäuschte die DFB-Elf maßlos. Erst der 2:0-Sieg gegen Wales brachte die Wende. Was damals noch niemand wusste: Für Sepp Maier sollte es das letzte seiner insgesamt 95 Auftritte im DFB-Dress gewesen sein. Einige Monate musste Maier seine Karriere nach einem schweren Autounfall an den Nagel hängen. Der Aufstieg von Toni Schumacher begann.
Die restlichen Spiele gewann Deutschland dann souverän und qualifizierte sich am Ende doch standesgemäß. Die DDR dagegen musste denkbar knapp die Segel streichen. In der Hammer-Gruppe mit Vize-Weltmeister Niederlande, Olympiasieger Polen und der Schweiz hatten es die Ostdeutschen am letzten Spieltag mit einem Sieg über Holland selbst in der Hand. Oranje reichte im Leipziger Zentralstadion ein Remis.
Vor 100.000 Fans sah es nach 33 Minuten sehr gut aus für die DDR. Schnupphase und Streich brachten die DDR 2:0 in Front. Die Holländer schlugen nach der Pause aber zurück und drehten die Partie noch zum 3:2. Die DDR war draußen. Die EM begann – und keinen interessierte es. Italien und die Serie A waren durch einen ungeheueren Manipulationsskandal erschüttert worden. Das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und der CSSR sahen im Römer Stadio Olimpici nur rund 11.000 Zuschauer.

2000: Desaster und Elfmeter-Deppen
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