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1984: Die Festspiele des Michel Platini

Die UEFA hatte aus dem Desaster von Italien gelernt und vergab die EM diesmal an eine Nation, die noch jung, unbefleckt und hungrig war, an Frankreich. Im Hinterkopf hatten die hohen Herren dabei auch, dass der französische Fußball dringend eine Art Generalüberholung brauchte. Die Liga war langweilig, die Stadien marode. Ein gelungener Schachzug, wie sich später herausstellen sollte.

Von Uwe Berndt

Das französische Team jubelt.
Das französische Team jubelt.
© afp
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Der Modus wurde auch leicht überarbeitet. Neben den beiden Gruppensiegern kamen auch die jeweiligen Zweitplatzierten weiter und spielten im neu geschaffenen Halbfinale über Kreuz die beiden Finalteilnehmer aus. Deutschland musste in der Qualifikation in Gruppe 6 gegen Österreich, Nordirland, die Türkei und Albanien antreten. Zwei Niederlagen gegen die Nordiren setzten Deutschland vor dem letzten Spiel gegen Angstgegner Albanien extrem unter Druck. In Saarbrücken musste ein Sieg her, um die Nordiren noch von Platz eins zu verdrängen.

Der Schock dann nach 23 Minuten, als Albanien wie aus heiterem Himmel in Führung ging. Karl-Heinz Rummenigge schaffte nur 120 Sekunden später zwar den Ausgleich, das erlösende 2:1 wollte aber partout nicht fallen. Erst der Verteidiger Libero Gerd Strack köpfte in der 80. Minute eine Flanke ins Tor und den Titelverteidiger damit zur Endrunde nach Frankreich. Für die DDR gab es in Gruppe 1 gegen die übermächtigen Belgier nichts zu holen.

Historischer Rückblick
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Aufregung gab es in Gruppe 7: Die Niederlande war vor dem letzten Spieltag zwei Punkte und elf Tore besser als Spanien, das gegen Malta antreten musste. Als die Malteser in der 22. Minute das frühe 1:0 durch Degiorgio ausglichen, war Spanien eigentlich schon draußen. In den verbleibenden 68 Minuten aber spielten die Spanier die Gäste förmlich an die Wand und Senors Tor vier Minuten vor dem Ende zum 12:1 bedeutete den Einzug ins Endturnier.

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