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1996: Golden Goal durch Bierhoff

Auch die EM im Mutterland des Fußballs stand immer noch im Zeichen der politischen Veränderungen in Europa. 48 Verbände, einige davon erst ein paar Monate jung, hatten für die Qualifikation gemeldet – Rekord für die UEFA, die jetzt insgesamt 50 Mitglieder zählte. Und noch ein Rekord: Erstmals nahmen 16 Mannschaften an der Endrunde teil, erstmals gab es Viertelfinalspiele im Gastgeberland, erstmals gab es vier Gruppen mit jeweils vier Mannschaften.

Von Uwe Berndt

Oliver Bierhoff
Der Moment seines größten Triumphes: Oliver Bierhoff nach seinem Golden Goal im Finale der EM 1996.
© dpa
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Für die Qualifikation hieß dies, dass sich nunmehr zwei Mannschaften der jeweiligen Gruppe qualifizierten. Zumindest die sechs besten Zweitplatzierten. Die restlichen beiden mussten um den 15. und letzten Startplatz noch in ein Playoff-Spiel. Deutschland wurde in die Gruppe 7 zusammen mit Albanien, Wales, Moldawien, Georgien und – Bulgarien gelost! Gegen die Bulgaren war das DFB-Team bei der WM 1994 in den USA im Viertelfinale gescheitert und pochte nun auf Wiedergutmachung. Trotz einer erneuten bitteren Niederlage in Sofia gegen die Bulgaren gewann die deutsche Mannschaft die Gruppe 7 souverän und löste zusammen mit den Bulgaren das EM-Ticket. Zum Entscheidungsspiel kam es zwischen den Niederlande und Irland.

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Der Ex-Europameister gewann das Playoff-Spiel in Liverpool gegen die Green Boys klar 2:0. Ganz England fieberte dem Startschuss am 8. Juni 1996 entgegen – und wurde erstmal bitter enttäuscht. Im Eröffnungsspiel gegen die Schweiz gab es für die Three Lions nur ein 1:1. Vom viel beschworenen „Spiriti of 66“ war noch gar nichts zusehen. Das 2:0 gegen den Erzrivalen Schottland bedeutete die Wende für die Engländer.

Im letzten Spiel gegen die Niederlande spielte sich der Gastgeber förmlich in einen Rausch und führte nach einer Stunde 4:0. Da im Parallelspiel die Schotten gegen die Schweiz ebenfalls führten, benötigte Holland noch einen Treffer, um noch ins viertelfinale einzuziehen. Durch Patrick Kluiverts Tor zwölf Minuten vor dem Ende mogelte sich die Niederlande doch noch in die Runde der letzten Acht. Deutschland hatte mit Italien, Tschechien und Russland eine schwere Gruppe erwischt. Gleich beim Auftakt gegen die Tschechen verletzte sich Jürgen Kohler schwer. Für den Dortmunder war das Turnier gelaufen.

Der 1. EM-Titel der "besten deutschen Elf aller Zeiten": Herbert  Wimmer erzielte das 3:0 des DFB-Teams im Finale 1972 gegen die Sowjetunion.

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... Deutschland Rekordteilnehmer bei EM-Endrunden ist? Das erste Turnier wurde  1972 in Belgien gleich mit dem Titelgewinn gekrönt. Seitdem hat keine  DFB-Auswahl eine EM-Endrunde verpasst. Damit gehört das deutsche Team 2008  zum zehnten Mal zu den besten Mannschaften Europas. Wenn das kein Grund zum  Feiern ist!

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