1996: Golden Goal durch Bierhoff

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Für die Qualifikation hieß dies, dass sich nunmehr zwei Mannschaften der jeweiligen Gruppe qualifizierten. Zumindest die sechs besten Zweitplatzierten. Die restlichen beiden mussten um den 15. und letzten Startplatz noch in ein Playoff-Spiel. Deutschland wurde in die Gruppe 7 zusammen mit Albanien, Wales, Moldawien, Georgien und – Bulgarien gelost! Gegen die Bulgaren war das DFB-Team bei der WM 1994 in den USA im Viertelfinale gescheitert und pochte nun auf Wiedergutmachung. Trotz einer erneuten bitteren Niederlage in Sofia gegen die Bulgaren gewann die deutsche Mannschaft die Gruppe 7 souverän und löste zusammen mit den Bulgaren das EM-Ticket. Zum Entscheidungsspiel kam es zwischen den Niederlande und Irland.
Der Ex-Europameister gewann das Playoff-Spiel in Liverpool gegen die Green Boys klar 2:0. Ganz England fieberte dem Startschuss am 8. Juni 1996 entgegen – und wurde erstmal bitter enttäuscht. Im Eröffnungsspiel gegen die Schweiz gab es für die Three Lions nur ein 1:1. Vom viel beschworenen „Spiriti of 66“ war noch gar nichts zusehen. Das 2:0 gegen den Erzrivalen Schottland bedeutete die Wende für die Engländer.
Im letzten Spiel gegen die Niederlande spielte sich der Gastgeber förmlich in einen Rausch und führte nach einer Stunde 4:0. Da im Parallelspiel die Schotten gegen die Schweiz ebenfalls führten, benötigte Holland noch einen Treffer, um noch ins viertelfinale einzuziehen. Durch Patrick Kluiverts Tor zwölf Minuten vor dem Ende mogelte sich die Niederlande doch noch in die Runde der letzten Acht. Deutschland hatte mit Italien, Tschechien und Russland eine schwere Gruppe erwischt. Gleich beim Auftakt gegen die Tschechen verletzte sich Jürgen Kohler schwer. Für den Dortmunder war das Turnier gelaufen.

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