06.11.2009
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Krise zum Geburtstag? - Die Kundenkarte wird 50

Stuttgart (dpa) - Die Anbieter von Kundenkarten kämpfen erbittert um die Gunst der Verbraucher. Einige große Bonusprogramme blieben bei der Rabattschlacht schon auf der Strecke.

Kundenkarten
Kundenkarten locken mit Rabatten - dafür muss der Verbraucher aber gewisse Daten preisgeben. (Bild: Jens Schierenbeck/dpa/tmn)
© dpa

Doch die laut Eigenwerbung älteste Kundenkarte Deutschlands kann in der Krise ein Jubiläum feiern: 50 Jahre alt wird die "Breuninger Card" des gleichnamigen Stuttgarter Warenhauses in diesen Tagen. Ihre Hauptfunktion stammt aus einer Zeit, in der an bargeldloses Zahlen mit EC-Karte nicht zu denken war: Sie dient Stammkunden zum Anschreiben. Diese Hauptfunktion wird heutzutage um Rabatt- und Sonderaktionen ergänzt. Damit hat man sich einer Branche angepasst, in der ein brutaler Verdrängungskampf tobt.

Zu den großen Verlierern zählt dabei die Telekom. Sie war einer der Hauptpartner bei der Nummer zwei nach "Payback", den "Happy Digits". Dort können seit September keine Punkte mehr gesammelt werden, auch die "SüdBest"-Karte des Energieversorgers EnBW wird zum Jahresende eingestellt. Einzig die vor allem durch die Edeka-Lebensmittelmärkte gestützte "DeutschlandCard" bleibt eine ernstzunehmende Konkurrenz für "Payback".

Die Gründe für das Kartensterben liegen laut Verbraucherschützern auf der Hand. "Die Rabatte bewegen sich in geringen Größenordnungen von 0,5 bis 1 Prozent. Jeder kann sich die Frage selbst beantworten, ob er dafür ein Konsumprofil von sich preisgeben möchte", sagt Evelyn Keßler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. "Der Handel hat Kundenkarten nicht entwickelt, weil er seinen Kunden etwas zu schenken hätte." Sie bestätigt damit ein altes Vorurteil gegenüber Werbetreibenden: "No such thing as free lunch" - so etwas wie ein "Mittagessen gratis" gibt es nicht, Vergünstigungen an einer Stelle werden anderswo wieder beim Preis aufgeschlagen.

Die Betreiber sehen das naturgemäß etwas anders und argumentieren nicht mit Prozenten, sondern in absoluten Zahlen: "Eine vierköpfige Familie spart mit "Payback" im Schnitt sehr einfach 200 Euro im Jahr", sagt Nina Purtscher vom Branchenprimus. Zudem gebe es strikte Datenschutzregeln, wonach keine Daten weiterverkauft oder im Kreis der Partnerunternehmen durchgereicht werden. Ähnliche Regeln haben sich auch die Betreiber der "DeutschlandCard" gegeben.

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Meinungen zum Thema (6) in Finanzmix
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GalantEXE - 09.11.2009, 10:55

Jetzt bei diesen SAMMEL-Gangstern ist allen Möglichkeiten Tür und Tor geöffnet und ist m.E. REINE VERARSCHE, denn bezahlt werden muss es doch und zwar vom Käufer . . .

GalantEXE - 09.11.2009, 10:55

Die KUNDENkarte wie z.B. "Breuninger", Kaufhof, Bahr etc. war m.E. in Ordnung (allerdings OHNE Weiterverkauf der Daten) ! ! !

dabruno - 09.11.2009, 08:44

Happy Birthday Spionageprogramm

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