03.11.2009
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Ausblick: Schwächere Eröffnung erwartet; UBS stellt Ergebnisse vor

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag einen relativ positiven Ausklang gefunden. Der DAX konnte am Ende um 0,29 Prozent vorrücken auf 5.430,82 Indexpunkte. Der MDAX gewann 0,52 Prozent und schloss bei 6.767,13 Zählern. Dagegen fiel der SDAX um 0,62 Prozent zurück auf 3.399,07 Stellen. Der TecDAX gab 0,64 Prozent ab auf 722,67 Punkte.

Nach der schwachen Entwicklung am Freitag lagen die US-Indizes zum Xetra-Schluss mit bis zu 1,2 Prozent vorne. Bei der Aktie des Autobauers Ford war zuletzt ein Aufschlag von rund 9 Prozent auszumachen. Der Konzern hat im dritten Quartal trotz der weltweiten Krise in der Automobilbranche einen deutlichen Gewinn einfahren können und die Erwartungen klar in den Schatten gestellt. Laut Angaben des Handelsministeriums in Washington sind außerdem die Bauausgaben in den USA im September gegenüber dem Vormonat unerwartet um 0,8 Prozent gestiegen. Zudem ist die Zahl der anstehenden Hausverkäufe in den USA im September unerwartet angewachsen. Wie die National Association of Realtors mitteilte, erhöhte sich der entsprechende Index gegenüber dem Vormonat um 6,1 Prozent, wohingegen Volkswirte im Schnitt einen leichten Rückgang prognostiziert hatten. Wie das Institut for Supply Management (ISM) bekannt gab, haben sich die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA im September deutlich verbessert. Demnach stieg der ISM-Index von 52,6 Zählern im Vormonat auf nun 55,7 Zähler. Volkswirte waren von einem Wert von 53,0 Punkten ausgegangen.

Linde zählten mit einem Plus von 2,5 Prozent zu den größten Favoriten im DAX. Wie der Technologiekonzern erklärte, hat er in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld den positiven Trend des zweiten Quartals fortgesetzt und in den Monaten Juli bis September die Profitabilität im Vergleich zum Vorquartal weiter gestärkt. Die operative Marge stieg demnach deutlich auf 22,5 Prozent (Vorquartal: 20,4 Prozent). Der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten ging im Vergleich zum Rekordjahr 2008 um 11,5 Prozent auf 8,31 Mrd. Euro zurück. Das operative Konzernergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen und inkl. des anteiligen Jahresüberschusses aus assoziierten Unternehmen und Joint Ventures) lag mit 1,74 Mrd. Euro um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter Herausrechnung der Restrukturierungsaufwendungen hatte Linde beim operativen Konzernergebnis lediglich einen Rückgang von 4,7 Prozent zu verzeichnen. Wie die Commerzbank erklärte, war ihr operatives Ergebnis im dritten Quartal mit rund 120 Mio. Euro positiv. Goodwill-Abschreibungen und der planmäßige Restrukturierungsaufwand für die Dresdner Bank-Integration (0,9 Mrd. Euro) führten indes zu einem Nettoergebnis von -1,05 Mrd. Euro. Der Wert gewann 1,3 Prozent. Mit positiven Kommentaren im Rücken zogen Infineon als Spitzenreiter um 4,1 Prozent und adidas um 3,8 Prozent an. Bei Titeln der Deutschen Börse war ein Zuwachs von 0,8 Prozent auszumachen. Zuvor hat der Börsenbetreiber seine Orderstatistik für den Monat Oktober auf den Tisch gelegt. Demnach wurden im Berichtszeitraum auf Xetra und dem Parkett der Börse Frankfurt laut Orderbuchstatistik 115,6 Mrd. Euro umgesetzt, was gegenüber dem Vorjahreswert von 270,3 Mrd. Euro einem Minus von 57 Prozent entspricht. Insgesamt wurden auf Xetra 15,2 Millionen Transaktionen getätigt, was einem Minus von 50 Prozent entspricht. ThyssenKrupp gewannen 0,9 Prozent. Wie in der Presse zu lesen war, will der Stahlkonzern in Deutschland mehrere tausend Stellen streichen. Demnach sei in diesem Zusammenhang im bereits angelaufenen Fiskaljahr allein in Deutschland der Abbau von 10.000 Stellen geplant. Dies solle unter anderem mit dem Verkauf von Geschäftsteilen und der nicht Neubesetzung von Arbeitsplätzen erreicht werden. BMW schlossen mit 0,9 Prozent im Plus. Presseangaben zufolge werden die Münchner in den kommenden Wochen die Kurzarbeit an allen deutschen Standorten beenden. Dagegen will der Automobilkonzern Daimler auch 2010 im Zuge der Automobilkrise weitere Jobs abbauen. Die Beschäftigtenzahlen werden 2010 nennenswert rückläufig sein, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche in einem Presseinterview. Daimler verloren gegen den Trend 0,1 Prozent. Beiersdorf gaben als Schlusslicht 1,2 Prozent ab.

Für ElringKlinger ging es in Reihe zwei um 3,7 Prozent nach oben. Wie zuvor bekannt wurde, hat der Automobilzulieferer in den ersten neun Monaten bei Umsatz und Ergebnis nicht das Vorjahresniveau erreicht. Die Absatzkrise der internationalen Fahrzeugindustrie hat zu einem Umsatzrückgang um 20 Prozent auf 419,2 Mio. Euro geführt. Ferner sank das EBIT von 78,4 Mio. auf 42,9 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet die ElringKlinger-Gruppe mit einem Konzernumsatz von 540 bis 580 Mio. Euro. Die EBIT-Marge soll 8 bis 10 Prozent erreichen. KlöCo zogen um 2,3 Prozent an. Der Stahl- und Metallhändler will noch in diesem Jahr größere Übernahmen tätigen. Einem Pressebericht zufolge liegt der Fokus dabei auf größeren Mitbewerbern. HOCHTIEF bröckelten dagegen um 0,3 Prozent ab. Dabei konnte der Baukonzern weitere Aufträge aus Europa an Land ziehen. Demnach habe man den Zuschlag für zwei Verkehrsprojekte in England und Österreich mit einem Gesamtvolumen von mehr als 85 Mio. Euro erhalten. Am Indexende stachen HUGO BOSS mit einem Minus von mehr als 9 Prozent ins Auge. Wie der Bekleidungshersteller erklärte, ist sein Umsatz in den ersten neun Monaten um 9 Prozent gefallen auf 1,24 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis schrumpfte von 128 Mio. auf 99 Mio. Euro und sei belastet durch einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von 30 Mio. Euro. KUKA fielen im SDAX um 0,5 Prozent zurück. Der Maschinenbauer hat am Freitagabend die vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal präsentiert. Dabei wurde ein Umatz von 217,7 Mio. Euro erwirtschaftet, nach 343,1 Mio. Euro im Vorjahr. Das EBITDA fiel gegenüber dem Vorjahr von 26,2 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro, während das EBIT mit -5,1 Mio. Euro in den negativen Bereich gerutscht ist. Für das Gesamtjahr erwartet KUKA nunmehr ein EBIT vor außerordentlichen Restrukturierungsaufwendungen in einem Bereich zwischen -10 Mio. Euro und -15 Mio. Euro.

Spitzenreiter im TecDAX waren Drägerwerk mit einem satten Aufschlag von 8,4 Prozent. Dahinter gewannen Conergy 4,1 Prozent und Roth & Rau 2,9 Prozent. Dialog Semiconductor lasteten mit einem Minus von 5,6 Prozent auf dem Gesamtmarkt. Außerdem verloren Bechtle 3,6 Prozent und SolarWorld 3,3 Prozent.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Montag mit Kursgewinnen. Während der Dow Jones mit 9.789,44 Punkten um 0,79 Prozent zunahm, zog der Nasdaq Composite um 0,20 Prozent auf 2.049,20 Zähler an. Der S&P 500 kletterte daneben um 0,65 Prozent und schloss bei 1.042,88 Zählern. Die Futures notieren derzeit uneinheitlich. So tendiert der Dow Jones Future bei 9.744,00 Punkten (+9,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 1.669,75 Punkten (+0,75 Punkte) und der S&P Future bei 1.038,70 Zählern (-0,40 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich trotz der guten Vorgaben der US-Börsen ebenfalls mehrheitlich schwächer. In Tokio blieb die Börse aufgrund eines Feiertags ("Tag der Kultur") geschlossen.

In China zeigen die Aktienmärkte unterschiedliche Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 1,41 Prozent im Minus bei 21.316,36 Punkten, während der Shanghai Composite um 1,22 Prozent anzieht auf 3.114,23 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,03 Prozent auf 121,95 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.380 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 5.388,75 Zählern (-0,2 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Pkw-Neuzulassungen zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Frankreich die OECD-Verbraucherpreise bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Industrieaufträge gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei AmeriSourceBergen Corp., Archer Daniels Midland Co., Cablevision Systems Corp., Church & Dwight Co. Inc., Dolby Laboratories Inc., Emerson Electric Co., Energizer Inc., IntercontinentalExchange Inc., Kraft Foods Inc., Marathon Oil Corp., Marvel Entertainment Inc., MasterCard Inc., Medco Health Solutions Inc., Polo Ralph Lauren Corp., Rockwell Collins Inc., Royal Caribbean Cruises Ltd., Tenet Healthcare Corp., Viacom Inc., Beiersdorf AG, BMW, Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Endesa S.A., Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, Fresenius, METRO AG, Pfeiffer Vacuum Technology AG, Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG und UBS AG an.

Wichtige Meldungen:

Der US-amerikanische Ölkonzern Anadarko Petroleum Corp. (ISIN US0325111070/ WKN 871766) gab am Montag nach Börsenschluss die Zahlen zum dritten Quartal 2009 bekannt. Das Nettoergebnis sank auf 200 Mio. Dollar bzw. 40 Cents je Aktie, gegenüber einem Nettoergebnis von 2,16 Mrd. Dollar bzw. 4,58 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum.

Die Clorox Co. (ISIN US1890541097/ WKN 856678), ein US-Hersteller von Reinigungsmitteln für verschiedenste Bereiche, erklärte am Montag, dass ihr Gewinn im ersten Quartal um 23 Prozent zugelegt hat, was das Ergebnis von Preiserhöhungen, einer erhöhten Nachfrage nach Desinfektionsmitteln sowie geringerer Rohstoffkosten ist. Zudem wurde die Jahresplanung erhöht.

Der US-Reifenhersteller Cooper Tire & Rubber Co. (ISIN US2168311072/ WKN 850189) konnte im dritten Quartal 2009 ein positives Ergebnis erzielen, was auf geringere Rohstoffkosten sowie eine bessere Kapazitätsauslastung zurückzuführen ist.

Die amerikanische Sysco Corp. (ISIN US8718291078/ WKN 859121), ein auf den Vertrieb von Lebensmitteln spezialisierter Konzern, meldete am Montag, dass ihr Gewinn im ersten Quartal um 18 Prozent gestiegen ist, was auf geringere Ausgaben und positive Einmaleffekte zurückzuführen ist. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei übertroffen. (03.11.2009/ac/n/m)

Aktien

NameISINWKN
Sysco Corp.US8718291078859121
Anadarko Petroleum Corp.US0325111070871766
Clorox Co., TheUS1890541097856678
Cooper Tire & Rubber Co.US2168311072850189
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