02.07.2009
|
Bookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-Dienste

Kinder versichern ist gut - Sparen ist manchmal besser

Hamburg/Berlin (dpa/tmn) - Eltern wollen für ihre Kinder immer nur das Beste. Doch wie schnell kann gerade Kleinkindern etwas passieren. Deswegen drücken einige Eltern ihre Liebe auch über schützende Versicherungen aus.

Kind
Für Kinder gibt es inzwischen von Geburt an eine Vielzahl von Versicherungen - oft hat der Nachwuchs aber mehr vom klassischen Sparen. (Bild: dpa/tmn)
© dpa

Andere wollen ihrem Nachwuchs einfach etwas gönnen, damit dieser sich später ein Auto kaufen kann. Doch bei solchen Versicherungen ist Vorsicht geboten. Meist ist das Geld auf einem Sparbuch besser angelegt.

"Wir raten, erstmal konkrete Risiken abzusichern, die hohe finanzielle Belastungen zur Folge haben können", sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Das sei etwa der Fall, wenn ein Kind einen Unfall hat und dann überhaupt nicht mehr für sein Leben sorgen kann. Auch wenn sich Eltern es nicht vorstellen könnten: Kinder fallen nun einmal vom Wickeltisch. Ihr Tipp lautet daher: "Mit dem ersten Schrei kann man gleich die Unterschrift unter den Vertrag einer Unfallversicherung setzen", erklärt Boss. Solche Versicherungen kosten meist 80 bis 100 Euro im Jahr. "Das ist auch ein Geschenk, was Oma und Opa mal einfallen kann."

Es gebe zwar die Schüler- und Studenten-Unfallversicherungen, die bei Unfällen auf Schulwegen und während der Schulzeit Leistungen erbringen, erläutert der Bund der Versicherten weiter. Diese gesetzliche Versicherung decke jedoch nur einen ganz geringen Teil der Unfälle ab und zahle Renten, mit denen der Unterhalt eines Invaliden nicht bestritten werden könne - schon gar nicht auf Dauer.

Heide Dieter von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz steht der Unfallversicherung hingegen eher kritisch gegenüber. Statistiken belegten, dass Kinder durch Unfälle in der Regel nicht dauerhaft invalide werden. "Deswegen greift eine Unfallversicherung nur selten", warnt sie. Sie rät eher zu einer Invaliditätsversicherung. Diese Versicherung springe etwa auch bei Impfschäden oder Zeckenbissen ein.

Artikel bewerten:

GMX interaktive Suche

Schließen