Metro gibt trotz Sparprogramm keine Entwarnung

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Die von Metro-Chef Eckhard Cordes bereits häufig zitierte "Nebelwand" hat sich immer noch nicht gelichtet, weshalb der Konzern weiterhin keinen Ausblick auf das Gesamtjahr gibt. Klar ist aber, dass Umsatz und Ergebnis zurückgehen werden.
Die entscheidende Periode steht dem Konzern mit seinen Großhandelsmärkten, zu dem die Lebensmittelkette Real, die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn sowie die Kaufhof-Warenhäuser gehören, noch bevor. In den letzten drei Monaten des Jahres mit dem für den Handel so wichtigen Weihnachtsgeschäft wird traditionell der Großteil des Ergebnisses eingefahren. Metro sei auf diese Phase gut vorbereitet und schrecke auch vor weiteren Preiskämpfen nicht zurück, sagte Cordes.
An der europaweiten Nummer zwei ist die Wirtschaftskrise in den zurückliegenden Monaten nicht spurlos vorbeigegangen. Vor allem die starken Währungsschwankungen in Osteuropa belasteten den stark auf das Ausland setzenden Konzern. Auf dem Heimatmarkt verlief das Geschäft hingegen einigermaßen stabil. Konzernweit sanken die Erlöse im dritten Quartal um um 4,6 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. Der Gewinn lag mit 357 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahresniveau.
Unter dem Strich stand ein Überschuss von 72 Millionen Euro nach 183 Millionen Euro im Vorjahr. Verantwortlich für den Gewinnrückgang waren unter anderem die Kosten für den Konzernumbau, der laut Cordes aber bereits erste Einspareffekte zeigt. Seit Jahresanfang wurden dem Vorstandschef zufolge bereits 100 Millionen Euro gespart. Der Großteil stammt aus dem Abbau von weltweit knapp 5000 Stellen.

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