Schnäppchen-Jäger legen Quelle-Webseite lahm

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"Aufgrund der großen Nachfrage bei Deutschlands größtem Ausverkauf sind unsere Systeme zurzeit leider ausgelastet", hieß es am dritten Tag der Verkaufsaktion auf www.quelle.de. Techniker versuchten, die Datenbank zu stabilisieren, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Thomas Schulz. Am zweiten Tag des Ausverkaufs seien 86 700 Bestellungen eingegangen - seit dem Start der Aktion erlebt Quelle einen regelrechten Umsatzboom.
Unterdessen ist Quelle in eine "Insolvenz in der Insolvenz" geschlittert. Bereits in der vergangenen Woche habe Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg dem Amtsgericht Essen eine sogenannte Masseunzulänglichkeit angezeigt, sagte Schulz. Dies bedeutet, dass nicht genügend Insolvenzmasse vorhanden ist, um Verbindlichkeiten zu bezahlen.
Damit würden Lieferanten, die Ware während des eröffneten Insolvenzverfahren geliefert haben, wie andere Gläubiger behandelt. "Die Masseunzuglänglichkeit ist ein Instrument, um die Liquidität für den Ausverkauf zu sichern", erklärte Schulz.
Einige Hersteller hätten deshalb Eigentumsvorbehalte für noch nicht von Quelle bezahlte Ware angemeldet, berichtete Schulz. Dies betreffe vor allem den Bereich der sogenannten weißen Ware. Deshalb seien derzeit beispielsweise Waschmaschinen nicht über das Internet zu bestellen. "Das war aber schon seit Beginn des Ausverkaufs so", sagte Schulz. Denn die Hersteller hätten nun auch die Möglichkeit, ihre noch nicht von Quelle bezahlte Ware abzuholen.

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