04.11.2009
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Fragen & Antworten: Wie geht es jetzt weiter?

Rüsselsheim/Detroit (dpa) - Nach monatelangen Verhandlungen über einen Verkauf von Opel hat der US-Autokonzern General Motors (GM) einen Rückzieher gemacht. GM will seine deutsche Tochter behalten und auf eigene Faust sanieren. Wie geht es nun weiter?

Warum will GM Opel unbedingt behalten?

Weil GM aus Sicht des Konzerns nur mit Opel überleben kann - und umgekehrt. Der US-Riese kann nur mit Opel und dem Entwicklungszentrum in Rüsselsheim an der Weltspitze auf dem Automarkt bleiben. Es sind Opel-Ingenieure, die die Plattform für alle Mittelklassewagen des GM- Konzerns entwickeln. Dort sitzt auch das Wissen für die Autos der Zukunft wie Elektrofahrzeuge.

Haben die Bedenken der EU-Kommission den Ausschlag gegeben?

Das könnte für GM das entscheidende Argument gewesen sein, um den Verkauf abzusagen. Die EU-Kommission hatte geprüft, ob die 4,5 Milliarden Euro staatlicher Hilfen aus Berlin den Wettbewerb verzerren. GM verwies offiziell auf drohende Schadenersatzforderungen, wenn man die von der EU geforderte Erklärung abgegeben hätte, dass die Entscheidung zugunsten von Magna ohne politischen Druck gefallen sei. Die beiden unterlegenen Bieter Fiat und RHJI hätten klagen können. Allerdings hatten Experten einen Rechtsstreit für unwahrscheinlich gehalten.

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