Mehr Festnahmen in US-Insideraffäre

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"Wir sind noch nicht fertig, die Untersuchungen laufen weiter", kündigte der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara am Donnerstag an. Auf die Wall Street und viele US-Konzerne rollen eine noch größere Ermittlungswelle und ein Prozessmarathon zu. Die Fahnder beziffern die unerlaubten Gewinne nun auf mindestens 40 Millionen Dollar (27 Mio Euro).
"Die Alarmglocken schrillen immer lauter", warnte Bharara die Branche. Fünf Beschuldigte aus dem immer verzweigteren Insider-Netzwerk hätten die Vergehen inzwischen zugegeben. Sie wollen laut dem Staatsanwalt mit den Ermittlern kooperieren. Alle Verdächtigen sollen an illegalen Aktiengeschäften etwa bei Firmenübernahmen beteiligt gewesen sein.
Ein Beschuldigter trägt - angelehnt an den James-Bond-Film - den Spitznamen "Octopussy", weil er wie ein vielarmiger Krake seine geheimen Informationen aus allen möglichen Quellen holte. Bharara forderte weitere mögliche Komplizen auf, sich freiwillig zu melden: "Ich ermahne Sie dringend, bei uns anzuklopfen, ehe wir an Ihrer Tür anklopfen."
Die Hedgefonds-Branche wurde bisher kaum überwacht. Die Ermittlungen gingen inzwischen aber auch darüber hinaus, sagte Bharara. Unter den Beschuldigten seien neben Finanzprofis der Wall Street und Analysten auch Anwälte. Die Ermittler nutzen sogar Methoden der Terror-Fahndung wie etwa das Abhören von Telefonen.
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