Kleinkind immer wieder verschiedene Speisen anbieten

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Dazu rät Nikolaus von Hofacker vom Krankenhaus München-Harlaching. Je mehr verschiedene Speisen die Eltern zur Verfügung stellen, desto größer sei die Variationsbreite, die das Kind dauerhaft akzeptiert, erläutert der Leiter der Abteilung für Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters.
Allerdings ist bei manchen Kindern Geduld gefragt, weil es einige Tage dauern kann, bis sie sich an einen neuen Geschmack gewöhnt haben. Eltern sollten die Ablehnung des Kindes akzeptieren, ihm aber trotzdem immer wieder das Gleiche anbieten, erklärt von Hofacker in der Zeitschrift "Psychologie heute". Außerdem seien Vorbilder wichtig. Sehen Kinder, dass ihre Eltern oder Geschwister beherzt bei einer Speise zugreifen, steige ihre Motivation, diese auch zu probieren.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Lebensjahr gebe es bei Kindern eine Phase, in der sie Essen mit den Fingern anfassen und mit ihm herumschmieren wollen. In Amerika werde das als "messie eating" bezeichnet, erläutert von Hofacker. Der Begriff ist vom englischen Wort "mess" abgeleitet, was Unordnung bedeutet. Dieses Verhalten sei ein ganz normaler Entwicklungsschritt. Eltern sollten das Herumspielen mit dem Essen daher vorübergehend zulassen. Danach sei es aber wichtig, Kindern beizubringen, dass es Regeln im Umgang mit Essen gibt.
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