Dick oder dünn: Die ersten sechs Monate entscheiden

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Ob Kinder fettleibig werden, hängt in erster Linie von ihrer Ernährung und dem Bewegungspensum ab. US-Forscher der Harvard Medical School in Boston sind nun einem weiteren, weniger offensichtlichen Risikofaktor für späteres Übergewicht auf die Schliche gekommen. Demnach entscheiden die ersten sechs Monate eines Säuglings, wie sich sein späteres Körpergewicht entwickelt.
Babys, die im ersten halben Jahr besonders schnell mehr Gewicht auf die Waage brachten, hatten ein höheres Risiko, noch im Kleinkindalter übergewichtig zu werden. Diese Beobachtung machten Elsie Taverna und sein Team bei der Auswertung von Daten einer bereits laufenden Studie, an der 559 Mutter-Kind-Paaren teilnahmen. Im Verlauf der Studie wurden die Daten der Kinder einmal im Säuglingsalter und dann wieder an ihrem dritten Geburtstag erhoben.
Taverna und seine Kollegen wollten nicht nur in Erfahrung bringen, wie viel Gewicht die untersuchten Kinder im Säuglings- und im Kleinkindalter auf die Waage brachten, sondern setzten außerdem das Gewicht ins Verhältnis zur Körpergröße. So konnten sie ergründen, welches Kind tatsächlich zu Übergewicht neigte und welches nur mehr Pfunde aufwies, weil es besonders groß war. Die Forscher maßen das Gewicht der jungen Probanden dabei nicht nur einmalig, sondern achteten obendrein darauf, wie schnell die Kinder bis zu ihrem dritten Geburtstag zunahmen.
Die Auswertung der Daten erbrachte, dass das Risiko, massiv fettleibig zu werden, um bis zu 40 Prozent höher war, wenn ein Baby in den ersten sechs Monaten überproportional an Gewicht zulegte. Selbst wenn Faktoren wie Untergewicht und Frühgeburtlichkeit aus den Ergebnissen herausgerechnet wurden, blieb dieser drastische Zusammenhang bestehen.
Elsie Taveras zeigt sich überrascht von den Ergebnissen, räumt jedoch ein, dass es noch viel zu entschlüsseln gibt, um die Entstehung von Übergewicht bei Kindern im Detail verstehen zu können. Es sei jedoch einmal mehr deutlich geworden, dass die ersten Monate einen klaren Einfluss auf die Entwicklung des Gewichts haben und Vorbeugemaßnahmen in dieser Zeit auch langfristig positive Effekte haben könnten.
Quelle: Nach Informationen des Fachmagazins "Pediatrics"
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@Anna1204 Warum sollte man Babys Tee geben? Muttermilch reicht völlig aus. Ob das Kind hungrig oder durstig ist, spielt keine Rolle. Mehr brauchen Kinder in den ersten sechs Monaten nicht. Meine beiden haben das überlebt, und ich kenne ... gesamten Beitrag lesen
Anna1204 - 18.04.2009, 21:13Wer hier von Instinkt und gesundem "Mutter"verstand schreibt, bitte aufpassen. Sowas gabs vielleicht mal, aber heute? Fernseher an, Kinder davor, die eigenen Hobbies sind sowieso wichtiger als das Kind, gegessen werden irgendwelche Fert... gesamten Beitrag lesen
MichiMS - 18.04.2009, 10:14Und ich dachte immer, man wird von zu viel Nahrungsaufnahme dick... so kann man sich irren. Vielen Dank GMX für die differenzierte Berichterstattung!
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