Ein Handy für Kinder: Ein ideales Alter gibt es nicht

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Es gebe schon Sechsjährige mit eigenem Handy - meist auf Initiative der Eltern. Häufig entstehe in der dritten oder vierten Klasse der Wunsch nach einem eigenen Mobiltelefon. "Die Kinder wollen es haben, weil andere eins haben", sagte Demmler. "Die tragen es erstmal nur mit sich herum und nutzen es weniger als Kommunikationsmittel." In der weiterführenden Schule werde der Wunsch nach dem eigenen Gerät dann häufig so groß, dass Eltern sich dem kaum entziehen könnten.
Ist ein Kind oft alleine unterwegs, und machen sich Eltern Sorgen, können sie ihm erstmal ihr eigenes Handy leihen. Soll der Nachwuchs aber ein eigenes Mobiltelefon bekommen, ist das besser nicht das abgelegte Modell von Vater oder Mutter, riet Demmler. Bei neueren Modellen sei die Strahlung, der SAR-Wert, häufig geringer als bei älteren. Für Kinder reichten einfache Handys ohne multimediale Funktionen. Sie sollten weder mit dem Mobiltelefon ins Internet gehen noch Daten übertragen können.
Mit dem Kauf ist es aber nicht getan: "Das Kind muss sein Handy kennen", sagte Demmler. Nur so sei gewährleistet, dass es das Gerät im Notfall auch bedienen kann. Wie bekommt man die Tastensperre ein- und ausgestellt? Warum muss immer die Vorwahl gewählt werden? Solche Fragen sollten Eltern beantworten. Und schließlich reden sie mit ihrem Kind besser auch über die Nutzung: "Das Kind sollte Bescheid wissen, dass das Telefonieren etwas kostet."
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