Allergiker-Schrecken Ambrosia breitet sich aus

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Für eine wirksame Bekämpfung des "Allergiker-Schreckens" sei es in Deutschland aber noch nicht zu spät, sagte Biologe Uwe Starfinger. Experten fordern deshalb, Ambrosiasamen aus Vogelfutter auszusortieren. Denn Futtermittel, besonders Sonnenblumensamen aus Osteuropa, gelten als Hauptverursacher für die Ausbreitung von Ambrosia.
Das beifußblättrige Traubenkraut Ambrosia (englisch Ragweed) sieht wie unscheinbares Unkraut aus. Seine Blüten tragen jedoch Pollen in sich, die Mediziner und Allergiker gleichermaßen fürchten. Ambrosia besitzt das stärkste aller Pollen-Allergene. Bereits zehn Körner pro Kubikmeter Luft können ausreichen, um Kopfschmerzen, Heuschnupfen und Asthma auszulösen. "Dagegen sind Erle, Birke oder Gräser Waisenknaben", sagte Thomas Dümmel vom Meteorologie-Institut der Freien Universität Berlin (FU). Das Unkraut blüht darüber hinaus bis in den Oktober hinein und verlängert die "Saison" für Allergiker.
Ambrosia-Pflanzen gibt es in Deutschland, seit die Samen als "blinde Passagiere" im 19. Jahrhundert an Bord von Frachtschiffen aus Amerika nach Europa kamen. Doch erst der Klimawandel mit wärmeren Sommern und Wintern macht Europa für Ambrosia attraktiv. Ausbreiter sei allerdings der Mensch, vor allem durch Vogelfutter mit Ambrosiasamen, ergänzte Ökologe Stefan Nawrath.
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