09.11.2009
|
Bookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-Dienste

Schweinegrippe-Welle rollt weiter

Hamburg/Berlin (dpa) - Der Kampf gegen die Ausbreitung der Schweinegrippe soll in der neuen Woche verbessert werden: Nachdem der Impfstoff in den vergangenen Tagen in Teilen Deutschlands bereits aufgebraucht war, sei die Produktion erhöht worden.

Philipp Rösler
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler zufolge ist die Produktion des Impfstoffs gegen Schweinegrippe erhöht worden.
© dpa

Das sagte Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dies werde die Situation in den Ländern entspannen. Im Sender NDR Info sprach sich der Minister für die Schweinegrippe- Impfung aus. Eine Impfpflicht sei jedoch keine Option.

Bereits am Montag werde er sich mit seinen Kollegen in den Ländern über mögliche weitere Schwachstellen austauschen, sagte Rösler der "Bild"-Zeitung (Samstag). "Unser Ziel ist, gemeinsam für den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung zu sorgen." Bundeskanzlerin Angela Merkel (55) ließ sich nach dem Bericht der Zeitung bereits bei ihrem Hausarzt mit Pandemrix impfen, dem Impfstoff, der allen Bürgern zur Verfügung stehe.

Die Gesamtzahl der Schweinegrippefälle in Deutschland wird auf rund 30 000 geschätzt. Bislang sind elf Menschen in Deutschland am H1N1-Virus gestorben, unter ihnen zwei, die zuvor keine anderen Leiden hatten. Zuletzt starb am Samstag eine 55-jährige Patientin aus dem Iran in der Düsseldorfer Uni-Klinik. Die Frau sei wegen einer chronischen Erkrankung zur Behandlung nach Deutschland gekommen und habe sich vermutlich im Vorfeld der Reise mit dem Virus angesteckt, sagte eine Sprecherin der Klinik am Sonntag. Damit bestätigte sie einen Bericht der "Rheinischen Post". Durch die Vorerkrankung der sei es nach der Ansteckung mit dem H1N1-Virus zu Komplikationen gekommen.

Mit Aufklärungs- und Impfaktionen sowie Pandemieplänen rüsten sich die Dax-Unternehmen gegen mögliche Schweinegrippe-Ausfälle. "Falls es zu größeren Personalausfällen kommt, stellen wir einen Notbetrieb über individuelle Standort-Lösungen sicher", sagte eine Sprecherin des Daimler-Konzerns laut Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". In Extremfällen könne es auch zu Standortschließungen wie im Frühjahr in Mexiko kommen.

Artikel bewerten:

Sind Sie ein Hypochonder?

Finden Sie heraus, wie viel Monk in Ihnen steckt – hier ist der Test. mehr

Arzt

Was macht ein Nephrologe?

Zehn Fragen zu den Fachgebieten von Medizinern. mehr

Kopfschmerzen

Ungewöhnliche Krankheitsnamen

Wissen Sie, welche Fachbegriffe welche Leiden bezeichnen? mehr

Meinungen zum Thema (137) in Krankheiten
Diskutieren Sie mit: 'Schweinegrippe-Welle rollt weiter'
Meinung schreiben
efcharisto - 10.11.2009, 11:28

Jedes Jahr sterben etwa 10.000 Menschen an der Grippe, in der Regel abwehrgeschwächte Personen. die Zahl wird nicht steigen nur der Erreger der schweinegrippe (einer von vielen tausend) wird seinen Teil vom Kuchen abknabbern. Erinnert euch an d... gesamten Beitrag lesen

Uline - 10.11.2009, 11:07

Zum Artikel "Schweinegrippe-Welle rollt weiter": Und die Medien-Pandemie rollt auch weiter!!! Ich wundere mich immer wieder, wie in den Medien H1N1-Infizierte immer wieder als Schweinegrippe-Todesopfer dargestellt oder man könnte... gesamten Beitrag lesen

efcharisto - 10.11.2009, 09:53

Ich würde eher die Schweinegrippeimpfungen absagen...

GMX interaktive Suche

Schließen