09.02.2010
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Viele Glätte-Opfer: Winter geht auf die Knochen

Hamburg (dpa) - Deutschland fällt hin: Auf vereisten und schlecht geräumten Gehwegen verletzen sich zurzeit immer mehr Menschen. Viele Krankenhäuser melden eine Häufung von Knochenbrüchen, einige haben auch schon aufgehört zu zählen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa am Montag ergab.

Vereiste Bürgersteige in Hamburg
Vielerorts wird das Laufen über völlig vereiste Bürgersteige zu einer gefährlichen Rutschpartie.
© dpa

Tausende Menschen müssen in die Notaufnahmen, bei denen es in zahlreichen Gegenden lange Wartezeiten gibt. Genaue Zahlen sind jedoch bundesweit unklar. In einigen Städten war von doppelt so vielen Fällen wie normal die Rede.

In Mecklenburg-Vorpommern starb in der klirrenden Kälte ein Mann. Ersten Ermittlungen zufolge war er auf einem Trampelpfad an Bahngleisen ausgerutscht und nicht wieder auf die Beine gekommen. Bahnmitarbeiter fanden die Leiche am Sonntagabend bei Laage.

Die Eisglätte sorgte zum Beispiel für Hochbetrieb in Hamburgs Krankenhäusern: Allein im Universitätsklinikum im Stadtteil Eppendorf behandelten Notfallärzte am Wochenende 125 Frakturen. Insgesamt wurden gut 520 Patienten aufgenommen, sagte Unfallchirurgie-Chef Prof. Johannes Rueger am Montag. Das waren etwa 120 Fälle mehr als an einem normalen Wochenende. So viele Knochenbrüche über einen so langen Zeitraum wie zurzeit habe er noch nie gesehen, sagte Rueger.

Die Asklepios-Kliniken in Hamburg hatten bereits Ende vergangener Woche ihre Notaufnahmen mit Ärzten und Pflegern aufgestockt. Die Witterung sorge für einen deutlichen Anstieg der Patientenzahlen, hieß es - an manchen Standorten um 50 Prozent und mehr.

"Im Vergleich zu sonst behandeln wir seit einigen Wochen viele gestürzte Patienten", sagte am Montag auch Heike Gabriel vom Klinikum Magdeburg. 80 Prozent der Menschen, die derzeit in der Notaufnahme behandelt werden, bezeichnete sie als "Winteropfer". Unfallchirurgie und Orthopädie seien fast komplett ausgelastet.

In den Ambulanzen des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UK S-H) in Kiel und Lübeck werden zurzeit 50 bis 75 Prozent mehr Patienten mit Knochenbrüchen behandelt als sonst, sagte Sprecher Oliver Grieve. Besonders häufig seien gebrochene Handgelenke oder Ellenbogen. Ein Kind habe sich beim Rodeln unter anderem den Kiefer gebrochen. In der Lübecker Sana Klinik wurden im Dezember und Januar etwa 200 Patienten mit Knochenbrüchen behandelt. Das waren nach Angaben einer Sprecherin doppelt so viele wie sonst.

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Meinungen zum Thema (6) in Krankheiten
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teihei - 10.02.2010, 10:13

Tja, für solche Fälle gibt es ja Sand oder Splitt o.ä. Aber wenn man die Streupflicht bei den Städten beobachtet, ist es schon traurig, daß kein Salz oder Sand, Splitt vorhanden ist. Hier ist man ganz auf die Klimakat... gesamten Beitrag lesen

warteschleife - 09.02.2010, 17:43

Natürlich müssen wir uns dem Winter beugen ,indem wir unser Verhalten den Gegebenheiten anpassen.Aber ich frage mich dennoch,was tun die Kommunen,um der extremen Glätte Herr zu werden.Bei uns hat man den Eindruck,nichts!Uns als Grundst... gesamten Beitrag lesen

lubue65 - 09.02.2010, 17:00

Gewisse Fernsehaufnahmen verraten aber auch die Naivität von vielen Menschen wenn sie ohne richtiges Schuhwerk nach draussen gehen, absichtlich für "zufällig" anwesende Kameras artgerecht stürtzen. Auch eine gute Mö... gesamten Beitrag lesen

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