15.11.2009
|
Bookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-DiensteBookmark-Dienste

Sexuelle Unlust - viele Ursachen

Während der Wechseljahre und danach sind eine trockene Scheide, Infektionen und sexuelle Lustlosigkeit nicht selten.

Frau_traurig
Wechseljahre: Nicht nur die Pubertät kann zu Konflikten innerhalb der Familie führen.
© Lifeline.de

Die Scheide ist weniger feucht und elastisch

Wenn der Östrogenspiegel in den Wechseljahren sinkt, sind auch der äußere Intimbereich, die Schamlippen und die Scheidenschleimhaut schlechter durchblutet. Sie können dadurch dünner, trockener und weniger elastisch werden.

Beim Geschlechtsverkehr kann daher es leicht zu Verletzungen der Schleimhaut kommen, die mit Brennen und Schmerzen einhergehen. Während der Wechseljahre und danach dauert es meist etwas länger, bis die Scheide bei sexueller Erregung feucht wird. Der Grund dafür ist, dass der Körper weniger Scheidensekret produziert und sich die Konsistenz der Flüssigkeit ändert.

Das macht Frauen in und nach den Wechseljahren anfälliger für Entzündungen durch Bakterien und Pilze. Solche Infektionen, aber auch Harnwegsprobleme können die Freude an Sexualität trüben. Grundsätzlich können Frauen im Klimakterium und danach jedoch genauso viel Spaß an Sexualität haben wie vorher, sofern die sexuelle Stimulanz stimmt.

Keine Lust auf Sex kann hormonelle und organische Gründe haben

Entgegen der verbreiteten Meinung dämpft die Hormonumstellung während der Wechseljahre nicht die Lust auf Sex. Im Gegenteil. In einer Untersuchung, bei der die Freie Universität Berlin 1.000 Frauen befragte, sagten 80 Prozent der 50- bis 60-Jährigen, dass sie sich regelmäßige sexuelle Kontakte wünschen. Eine andere Studie zeigte, dass die sexuelle Lust zwischen dem 25. und 50. Lebensjahr relativ konstant bleibt und erst nach dem 55. Lebensjahr signifikant abnimmt.

Viele Frauen erfahren während den Wechseljahren einen Rückgang der Libido. Dahinter steckt ein sinkender Hormonspiegel.
© Lifeline.de

Allerdings kann ein Mangel an Testosteron die Lust bremsen. Der weibliche Körper stellt dieses Hormon vor allem in der Nebennierenrinde, den Eierstöcken und im Fettgewebe her. Im Laufe des Lebens nimmt die Produktion von Testosteron immer mehr ab.

Müssen einer Frau die Eierstöcke entfernt werden, bevor sie sich natürlicherweise erschöpfen, fällt der Testosteronspiegel um bis zu 50 Prozent. Da ist es nicht ungewöhnlich, wenn die Lust auf Liebesspiele leidet. Möglicherweise geht Lustlosigkeit auch auf organische Probleme zurück, die in den Wechseljahren häufiger auftreten, wie z.B. auf Blutungsstörungen, Myome und Unterleibsoperationen. Nicht zuletzt können Erschöpfung und Müdigkeit verursacht durch wechseljahrsbedingte Schlafstörungen und depressive Verstimmungen auf die Lustbremse treten.

Quelle: Nach Informationen von Dr. Anneliese Schwankhagen und Dr. Katrin Schaudig, Kompass Wechseljahre, Knaur Ratgeber Verlag 2007, eines Gesprächs mit Prof. Dr. Daniela Schultz-Lampel, Leiterin des Kontinenzzentrums Südwest am Klinikum Villingen-Schwenningen und der Freien Universität Berlin

© Lifeline.de

Artikel bewerten:
Paar unter der Dusche

Wie wirkt Viagra? Und was ist ein Frenulum?

Testen Sie Ihr Wissen rund um das Thema Sexualität. mehr

Stars ohne Makeup

So sehen die Stars wirklich aus

Zerzaust und ohne Makeup: Würden Sie die VIPs so erkennen? mehr

Meinungen zum Thema (9) in Sexualität
Diskutieren Sie mit: 'Sexuelle Unlust - viele Ursachen'
Meinung schreiben
Anuschka2 - 16.12.2009, 11:16

es gibt einen trick, wie eine frau alle 10 min einen orgasmus haben kann: wenn eine frau sex hat, spürt sie etwas, z.b. ein kribbeln in der vagina. auf genau dieses gefühl muss sie sich konzentrieren. wenn sie zusätzlich noch ihre... gesamten Beitrag lesen

sternfee - 12.12.2009, 17:07

Sexuelle Unlust kann auch am Mänchen liegen wenn es icht genug Bagert ,wir Frauen sind doch verwöhnt

berryll - 08.12.2009, 09:37

immer wird auf der Unlust der Faru rumgeritten...ts,ts ,ts.... Ich denke mal, dass vor allem frauen , die sich ohnehin nie so viel aus Sex machen oder eine geringe Libido haben, davon stärker betroffen sind...

GMX interaktive Suche

Schließen