Jugendliche Spätzünder

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Sie sitzen über Bücher gebeugt, tüfteln an Erfindungen, lösen Gleichungssysteme auf, recherchieren im Internet oder diskutieren gesellschaftskritische Themen im kleinen Kreis- so etwa stellt man sich die Freizeit hochbegabter Jungendlicher vor. Wohl keiner denkt im ersten Moment an lustvolle Nächte voller Ekstase. Kein Wunder, denn die gibt es laut wissenschaftlicher Aussage auch so gut wie nicht.
Studien zur Sexualforschung an Jugendlichen werfen kein gutes Licht auf das Sexualleben der Schlauen. Tyler Cowen, Wirtschaftswissenschaftler an der George Mason University, stellt auf der Internetplattform "Gene Expression" zwei Studien vor, die sich mit dem Sexualverhalten Jungendlicher in den USA im Verhältnis zum IQ befassen. Für Cowen ist klar: Je höher der Intelligenzquotient (IQ), desto später entdecken die jungen Menschen die Lust an der Lust. Jugendliche mit einem weniger hohen IQ sind in Sachen Sex weit weniger zurückhaltend.
Intelligente Jugendliche sind Spätzünder
Die erste Studie, die bereits im Jahr 2000 veröffentlicht wurde, nahm die sexuellen Erfahrungen von Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren unter die Lupe. Zunächst mussten sie sich einem IQ-Test unterziehen, dann schilderten sie ihre Erfahrungen vom ersten Kuss bis zum Geschlechtsverkehr. Es zeigte sich, dass Schüler mit einem IQ über 100 und unter 70 deutlich weniger Sex haben als Schüler, deren IQ dazwischen liegt. Außerdem hatten Schüler mit einem IQ zwischen 75 und 90 mit höherer Wahrscheinlichkeit bereits sexuelle Kontakte als andere.
Jugendliche mit einem IQ von 100 hatten anderthalb bis fünf Mal so oft bereits sexuelle Erfahrungen gesammelt wie die jungen Intelligenzbestien mit einem IQ zwischen 120 und 130. Die Beobachtung lässt sich leicht zusammenfassen: Jeder zusätzliche IQ-Punkt vermindert die Wahrscheinlichkeit auf Sex bei jungen Männern um 2,7 Prozent und bei jungen Frauen um 1,7 Prozent.
In der zweiten Studie wurden junge College-Studenten ab dem 19. Lebensjahr befragt. 87 Prozent aller College-Studenten hatten bereits Sex. Ganz anders sieht es an den amerikanischen Elite-Unis aus. Selbst 23-jährige Studenten sind hier mitunter noch vollkommen unbedarft. In Harvard hatten etwa nur 59 Prozent ihr erstes Mal absolviert, in Princeton 56 Prozent und am "Massachusetts Institute of Technology" (MIT) sogar nur 51 Prozent. Spitzenreiter waren nach den Biologen mit einem Jungfrauenanteil von 72 Prozent die Mathematiker mit 83 Prozent.

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Ich persönlich kann diesem Artikel ausnahmsweise mal zustimmen (was bei web.de höchst selten vorkommt). Bis ich 21 Jahre alt war, blieb ich Jungfrau und ich wäre es heute noch (noch 24 Jahre, ist ja schon 2009), wenn ich damals nic... gesamten Beitrag lesen
Salim - 21.12.2008, 12:03>>> Und kluge Menschen und Religion passt meiner Meinung nach nicht zusammen. Das hängt in erster Linie davon ab, was du unter "Religion" verstehst.
Imperius - 16.12.2008, 18:46Also, in den USA ist die Einstellung zur Sexualität eh anders als in Deutschland, das kann man also nicht auf Deutschland übertragen. Und die Angst vor Geschlechtskrankheiten: Müssen ja schlimme Zustände sein, wenn nicht ein... gesamten Beitrag lesen
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